Iran-Krieg und Billigpreise: Slowenien fĂĽhrt Treibstoff-Limit ein
Benzin und Diesel sind in Slowenien billig. Tanktouristen aus den Nachbarländern nutzen das aus. Nun handelt die Regierung, um Engpässen zuvorzukommen.
(Bild: Audi)
- dpa
Das EU-Land Slowenien schränkt angesichts der angespannten Versorgungslage infolge des Iran-Kriegs die Abgabe von Treibstoff an den Tankstellen ein. So dürfen Autofahrer nur noch höchstens 50 Liter Benzin oder Diesel pro Tag in ihre Fahrzeuge füllen. Für Unternehmen gilt ein Limit von 200 Litern pro Tag. Dies kündigte Ministerpräsident Robert Golob auf einer Pressekonferenz in Ljubljana an. Die Regelung ist am 22. März in Kraft getreten. Wie ihre Einhaltung kontrolliert werden soll, wurde zunächst nicht mitgeteilt.
In Slowenien gilt schon seit Längerem eine amtliche Preisregelung, die den Benzin- und Dieselpreis niedrig hält. Ein Liter Benzin 95 Oktan kostet derzeit 1,466 Euro. Seit dem 20. März gilt diese Preisregelung jedoch nicht mehr für die Autobahntankstellen. Dort bezahlen Autofahrer um die 1,70 Euro pro Liter.
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Tanktourismus aus Ă–sterreich und Italien
Wegen der weit höheren Benzinpreise in den meisten Nachbarländern hat sich seit Beginn des Iran-Kriegs ein bedeutender Tanktourismus vor allem aus Österreich und Italien entwickelt. Die nun eingeführte Rationierung begründet die slowenische Regierung vor allem damit. Ansonsten seien die Treibstofflager des Landes gefüllt, Probleme gebe es lediglich bei der zügigen Auslieferung zu den Tankstellen, sagte Golob.
(mfz)