Bemannte Mondmission Artemis-2: Riesenrakete SLS zurück auf der Startrampe
Am 1. April will die NASA zum ersten Mal seit über einem halben Jahrhundert wieder Menschen zum Mond schießen. Nun ist die Rakete zurück auf dem Startplatz.
Auf dem Weg zur Startrampe
(Bild: NASA/Brandon Hancock)
Die Mondrakete SLS (Space Launch System) der NASA steht einmal mehr auf der Startrampe. Am kommenden Mittwoch soll der erste bemannte Flug zum Erdtrabanten seit mehr als einem halben Jahrhundert starten. Das hat die US-Weltraumagentur nach Abschluss der elfstündigen Reise vor dem Wochenende mitgeteilt. Die Riesenrakete musste dabei lediglich 6 km zurücklegen, war dabei aber nur maximal 1,3 km/h schnell. Bevor die Mondmission Artemis-2 starten kann, müssen aber noch eine Reihe von Tests und Vorbereitungen durchgeführt werden. Sollte die Rakete bis zum 1. April nicht fertig sein, gibt es noch mehrere Startmöglichkeiten bis zum 6. April, hat die NASA zudem mitgeteilt.
Verzögerungen vor der Rückkehr zum Mond
Mit Artemis-2 will die NASA wieder Menschen zum Mond fliegen und ihn umrunden. Geplant war der Start zuerst für den 6. Februar, doch es kam zu immer neuen Verschiebungen. Die Crew der Mondkapsel besteht aus Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch von der NASA sowie dem Kanadier Jeremy Hansen. Auf ihrem zehntägigen Flug sollen sie zuerst die Erde umrunden und dann in Richtung des Erdtrabanten beschleunigen. Für den Flug dorthin sind danach vier Tage veranschlagt. Wenn alles klappt, sollen im kommenden Jahr Artemis-3 als nächste Mission ohne Mondlandung starten, bevor dann 2028 Menschen auf der Mondoberfläche ankommen sollen. Bei der ersten Mission des ambitionierten Artemis-Programms ist im Herbst 2022 eine unbemannte Kapsel um den Mond geflogen.
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Die zweite Generalprobe für die Betankung der riesigen Rakete war Ende Februar nicht ganz erfolgreich beendet worden. Den Verantwortlichen war es nicht gelungen, die Oberstufe ordnungsgemäß mit Helium zu betanken. Laut dem NASA-Chef war das Problem schon bei Artemis-1 aufgetreten. Für die Suche nach der Ursache musste die Riesenrakete zurück in das Montagegebäude, die Crew durfte die Quarantäne verlassen. Später hat die US-Weltraumagentur dann erklärt, dass eine Schnellkupplung ausgebaut wurde, an der eine Dichtung den Durchfluss von Helium behindert hat. Das System sei danach wieder zusammengebaut worden. Bei der Gelegenheit seien auch andere Systeme der Rakete aufgefrischt worden. Mitte März wurde dann bekannt gegeben, dass es nun Anfang April klappen soll.
(mho)