Figma öffnet seine Designplattform für externe KI-Modelle
Figma integriert KI-Modelle wie Claude Code und OpenAI Codex in seine Plattform. Damit lassen Layouts aus bestehenden Designkomponenten erstellen.
Die Integration von KI‑Agenten in Figma über den MCP‑Server ermöglicht es Tools wie Claude oder Codex, direkt auf Designsysteme zuzugreifen und kontextbewusst Designs zu erstellen oder anzupassen.
(Bild: Figma)
Figma ergänzt seine Web-App für Apps- und Webseiten-Design um Werkzeuge, die mit künstlicher Intelligenz beim Gestalten helfen. Ab sofort können Nutzer in einer Beta-Version Designs mithilfe von KI-Agenten erstellen und verändern lassen. Die KI greift dabei direkt auf bestehende Komponenten, Variablen und Design-Tokens zu.
Dank eines neuen Tools für den Figma-MCP-Server (Model Context Protocol) können Sprachmodelle wie Claude Code und OpenAI Codex auf Figma-Daten zugreifen und daraus Designs erstellen. Das Model Context Protocol (MCP) ist eine Schnittstelle, über die KI‑Modelle strukturiert auf externe Datenquellen und Anwendungen zugreifen können, um kontextbezogene Aufgaben auszuführen. Figma bleibt dabei die zentrale Quelle für alle Designinformationen. So sollen die KI-Modelle Designstandards einhalten und konsistente Ergebnisse liefern.
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Skills: eigene Anweisungen an KI-Agenten formulieren
Eine wichtige Rolle spielen dabei die sogenannten „Skills“. Dabei handelt es sich um wiederverwendbare Anweisungen, die definieren, wie sich KI-Agenten innerhalb der Figma-Arbeitsfläche verhalten. Anders als bei Plug-ins sind dafür keine Programmierkenntnisse oder Freigabeprozesse nötig. Nutzer können eigene Skills in Form einfacher Markdown-Dateien erstellen und damit festlegen, wie ein Agent kommuniziert oder welche Aktionen er ausführt.
Zum Start stellt Figma eine Auswahl grundlegender Skills bereit, ergänzt durch Beiträge von Partnern und der Community. Sie decken typische Designaufgaben ab, etwa das Erstellen von Komponentenbibliotheken oder das Generieren von Spezifikationen für Barrierefreiheit. Sie sollen wiederkehrende Aufgaben automatisieren und Designprozesse beschleunigen.
Besser gestalten mit künstlicher Intelligenz
Aus Sicht von Figma sollen Design und Programmierung mit der Integration von KI-Agenten enger zusammenwachsen – ein Ziel, das der Hersteller von Beginn an verfolgt.
Das MCP-Tool „use Figma“ startet zunächst in einer Beta-Phase mit ausgewählten Agenten. Die neuen Skills lassen sich über eine Community-Seite installieren. Langfristig will Figma seine Plattform damit als Schnittstelle für KI-gestütztes Design ausbauen.
Siehe auch:
- Figma bei heise download
(akr)