Ein Dashboard für alle Cluster: Canonical bündelt MicroCloud-Verwaltung
Canonical hat den MicroCloud Cluster Manager als Beta veröffentlicht. Das Open-Source-Tool verwaltet und überwacht mehrere Cluster über ein Dashboard.
(Bild: heise medien)
Canonical hat die Beta-Version des MicroCloud Cluster Managers veröffentlicht. Das Open-Source-Tool bietet eine einheitliche Oberfläche, um mehrere MicroCloud-Cluster standortübergreifend zu überwachen und zu verwalten.
MicroCloud ist Canonicals leichtgewichtige Cloud-Plattform, mit der sich ausfallsichere Server-Cluster auch an verteilten Standorten aufsetzen lassen – typischerweise bestehend aus 3 bis etwa 50 Knoten. Wächst jedoch die Zahl der Cluster, wird es für Administratoren zunehmend schwierig, den Überblick über Zustand, Standort und Konfiguration der einzelnen Umgebungen zu behalten. Genau hier soll der neue Cluster Manager ansetzen.
Videos by heise
Das Tool dient als zentrales Dashboard für alle angebundenen MicroCloud-Installationen. Administratoren können darüber Cluster registrieren und auf einen Blick deren Gesundheitsstatus, Ressourcenauslastung und Konfiguration einsehen. Die Einrichtung soll laut Canonical in wenigen Schritten möglich sein: Cluster deployen, mit dem Manager verbinden, Dashboard nutzen.
Der Cluster Manager ist so konzipiert, dass er sich mit dem Canonical Observability Stack erweitern lässt – einem Werkzeugkasten für Monitoring und Alerting, der auf etablierten Open-Source-Komponenten aufbaut. In der aktuellen Beta-Version ist ein Grafana-Dashboard für die LXD-Virtualisierungsschicht bereits integriert und ohne zusätzliche Konfiguration nutzbar. Grafana ist eine Open-Source-Plattform zur Visualisierung von Metriken und Systemdaten. Die Überwachung von MicroCeph (verteilter Speicher) und MicroOVN (virtuelles Netzwerk) soll in kommenden Versionen folgen.
Vollständig auf Open Source aufgebaut
Unter der Haube setzt der MicroCloud Cluster Manager auf Juju als Orchestrierungswerkzeug, PostgreSQL als Datenbank und den Traefik Ingress Operator für die Verwaltung eingehender Netzwerkverbindungen. Juju ist Canonicals modellgetriebenes Werkzeug, das die Bereitstellung und den Betrieb von Anwendungen automatisiert. Laut Canonical sollen damit typische Betriebsaufgaben wie Updates, Skalierung und Ausfallsicherheit von Beginn an abgedeckt sein.
Canonical positioniert den Cluster Manager lediglich als ersten Baustein einer umfassenderen Managementumgebung für MicroCloud-Umgebungen, wie aus dem zugehörigen Blogbeitrag hervorgeht. Künftig soll das Tool zu einer vollständigen Betriebskonsole für Cluster-Einblicke, Automatisierung und Lifecycle-Management ausgebaut werden. Die Beta-Version steht ab sofort über die offizielle Dokumentation zum Testen bereit.
(fo)