„Herr der Ringe“: Die nächste Realverfilmung soll zu Tom Bombadil führen
Stephen Colbert ist ein besonders entschiedener „Herr der Ringe“-Fan. Ab dem Sommer hat er frei und will das Drehbuch für eine weitere Realverfilmung schreiben.
(Bild: I amar prestar aen/Shutterstock.com)
Die nächste Realverfilmung im „Herr der Ringe“-Universum nach „The Hunt for Gollum“ soll sich um Ereignisse am Anfang der Buchtrilogie drehen und „Shadows of the Past“ heißen. Das haben Peter Jackson und der bekennende Tolkien-Fan Stephen Colbert angekündigt. Der US-Moderator will nach dem Ende seiner „Late Show“ im Sommer das Drehbuch schreiben. Ohne den Büchern und den bereits existierenden Filmen untreu zu sein, soll das aus der Sicht von Sams Tochter die Ereignisse aus sechs Kapiteln am Anfang des ersten Buchs „Die Gefährten – Der Ring wandert“ nacherzählen, die in den Filmen zu kurz gekommen seien. In diesen Kapiteln werden unter anderem die Begegnungen mit Tom Bombadil erzählt, der in den bisherigen Filmen nicht vorkommt.
Rückblick auf den Beginn des Ringkriegs
Colbert hat laut der Ankündigung zusammen mit seinem Sohn, einem Drehbuchautor, an dem ersten Entwurf gearbeitet. Um Kapitel 3 bis 8 des ersten Buchs würde darin ein Rahmen gespannt. Das US-Branchenmagazin Variety zitiert die offizielle Zusammenfassung des geplanten Films folgendermaßen: „Vierzehn Jahre nach dem Tod von Frodo machen sich Sam, Merry und Pippin auf, um die ersten Schritte ihres Abenteuers erneut nachzuverfolgen. Unterdessen hat Sams Tochter Elanor ein lange verborgenes Geheimnis entdeckt und ist entschlossen, herauszufinden, warum der Ringkrieg einst beinahe verloren war, noch bevor er überhaupt begonnen hatte.“
Dass gleich mehrere neue Realverfilmungen im „Herr der Ringe“-Universum entstehen sollen, hat Warner Bros. im Februar 2023 angekündigt. Produziert werden die neuen Filme einmal mehr von Warners Produktionsfirma New Line Cinema und auch sonst kommen viele frühere Bekannte zurück. Als erster Titel wurde im Mai 2024 „The Hunt for Gollum“ vorgestellt, wieder mit Andy Serkis in der Rolle des einstigen Ringträgers. Laut Peter Jackson laufen die Arbeiten daran planmäßig. „Shadows of the Past“ soll dann danach entwickelt und gedreht werden, einen möglichen Veröffentlichungstermin gibt es bislang nicht. Stephen Colbert hat in seiner Sendung immer wieder deutlich gemacht, was für ein großer Fan der Werke von Tolkien er ist. In dem Film „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ hatte er einen kleinen Gastauftritt.
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Die Filmrechte an „Der Herr der Ringe“ liegen seit 2022 bei der Embracer Group: Die schwedische Spielefirma hat der Saul Zaentz Company den Lizenzverwalter Middle-earth Enterprises zu einem unbekannten Preis abgekauft. Damit liegen bei Embracer die Lizenzen, die Tolkien-Bücher „Der Hobbit“ und die „Herr der Ringe“-Trilogie etwa zu Videospielen, Filmen, Theaterstücken und Merchandise-Artikeln zu verarbeiten. Auch das „Silmarillion“ gehört zum Lizenzpaket. Entsprechend sind auch Filme um die Handlung aus den früheren Zeitaltern in Tolkiens Erzählung möglich. Zu den Warner-Filmen ist inzwischen die Serie „Die Ringe der Macht“ auf Amazon hinzugekommen, mit „Die Schlacht der Rohirrim“ gibt es zudem ein Anime.
(mho)