Was Sie bei der Erweiterung einer PV-Anlage beachten mĂĽssen
Mehr Solarstrom vom eigenen Dach klingt verlockend. Doch eine PV-Erweiterung bringt Fragen zur VergĂĽtung, Technik und zu Fristen mit sich. Ein Leitfaden.
(Bild: anatoliy_gleb/Shutterstock.com)
Ein E-Auto soll den alten Verbrenner ersetzen, eine Split-Klima-Anlage steht auf der Investitionsliste ganz oben. Das bedeutet mehr Strombedarf. Platz ist auch noch da – an der Fassade für eine bessere Ausbeute an den Jahresrändern oder auf der Gartenlaube mit Ost-West-Ausrichtung für die Tagesränder. Kurzum: Die bestehende PV-Anlage könnte gerne noch ein paar Kilowattstunden mehr liefern. Warum diese also nicht einfach erweitern?
Möglich ist das in jedem Fall. Doch es ist in der Regel nicht damit getan, ein paar Module zu montieren. Mehr Module stellen Anforderungen an die nachgelagerte Technik und bringen eine neue Komplexität ins System.
- Die 12-Monats-Frist entscheidend: Zubau innerhalb dieser Frist wird mit der Bestandsanlage zusammengefasst – danach entsteht eine Neuanlage.
- Abwarten ist riskant: Die bevorstehende EEG-Novelle droht mit Einschnitten bei VergĂĽtung und Einspeiseregeln, gleichzeitig steigen die Modulpreise.
- Modultausch nur bei Defekt: Das geplante Repowering aus dem Solarpaket 1 ist nie in Kraft getreten – ohne nachgewiesenen Schaden darf nicht getauscht werden.
- Mehr Module heißt auch mehr Technik: Wechselrichter, Zählerschrank und Messtechnik müssen mitziehen – das kann teuer werden.
- Ein Balkonkraftwerk ist kein einfacher Ausweg: Besser ist eine klassische Anmeldung ĂĽber den Netzbetreiber.
Wer seine Anlage aufbohrt, muss daher nicht nur aufs Dach schauen, sondern auch auf Fristen, Vergütungsregeln und den Zählerschrank. Da kann selbst ein schnell dazu installiertes Balkonkraftwerk zur Falle werden. Was gilt, worauf es bei einer Erweiterung ankommt und wie man bei älteren Anlagen mit dem Modultausch umgeht, erklärt dieser Artikel.
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