OpenAI beerdigt angeblich auch die Pläne für Erwachsenenmodus von ChatGPT

Bei OpenAI hat man sich laut einem Zeitungsbericht von Plänen verabschiedet, ChatGPT künftig auch erotische Antworten für Erwachsene zu ermöglichen.

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Glückliche Frau im Pijama presst sich ein Smartphone an die Brust

(Bild: ViDI Studio / Shutterstock.com)

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OpenAI hat auch die Pläne für einen Erwachsenenmodus von ChatGPT „für unbestimmte Zeit“ auf Eis gelegt, um sich voll auf die aktuellen Kernprojekte konzentrieren zu können. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf anonyme Quellen. Der Schritt folgt damit fast unmittelbar auf die Einstellung des KI-Videogenerators Sora. Im Fall des Abschieds vom eigenen Chatbot für erwachsene und auch erotische Inhalte war demnach Kritik von Investoren und interner Widerstand ausschlaggebend. Das damit verbundene Risiko sei einfach zu groß gewesen, während der Modus nicht viel zum Geschäft von OpenAI beigetragen hätte.

Sam Altman hat den Plan für einen Erwachsenenmodus von ChatGPT im Oktober öffentlich gemacht. Damals sagte er, sein Unternehmen wolle „Erwachsene Nutzer wie Erwachsene behandeln“. Das würde auch Erotika für Nutzer und Nutzerinnen umfassen, deren Alter verifiziert worden sei. Wie weit es mit „Erotik“ dabei gehen sollte, hat er aber offengelassen. Intern sei das Thema aber besonders kontrovers gewesen, berichtet die Financial Times jetzt. „KI sollte nicht deine Freunde oder deine Familie ersetzen, man sollte menschliche Verbindungen haben“, zitiert die Zeitung jemanden, der OpenAI angeblich auch wegen dieser Pläne verlassen hat. Die Freigabe war vorher schon verschoben worden, ursprünglich sollte der Erwachsenenmodus laut Altman schon im Dezember kommen.

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Laut der Zeitung gab es aber auch technische Probleme bei der Arbeit an dem erweiterten Modus, es habe Schwierigkeiten gegeben, KI-Systeme so zu trainieren, dass sie Inhalte generieren, die vorher unerwünscht waren. Beim Trainingsmaterial habe es Probleme gegeben, illegale Inhalte zuverlässig auszusortieren. Hinzu kommt, dass der Erwachsenenmodus auf eine funktionierende Altersverifizierung angewiesen ist. Die habe man bei OpenAI aber so noch nicht gehabt. Die seit Anfang des Jahres eingeführten Techniken hätten eine Fehlerrate von über 10 Prozent, was das Risiko solch einer Funktion weiter erhöht hätte.

(mho)