Montag: Google vereinfacht Android-Sideloading und Chatbot-Wechsel zu Gemini

Sideloading nach Gerätewechsel + Importfunktion für Gemini + Speicherkrise trifft Sony-Speicherkarten + Ulmen gegen Deepfake-Vorwürfe + Passwörter ohne US-Cloud

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Android-Droid mit übergroßem Lutscher vor Google-Gebäude; Montag: Android-Sideloading, Gemini-Importfunktion, Speicherkarten-Krise, Deepfake-Vorwürfe & Passwörter-Verwaltung

(Bild: Shutterstock.com/Asif Islam)

Lesezeit: 7 Min.

Die einmalige 24-Stunden-Frist beim Android-Sideloading sorgt für viel Frust. Google erhöht zwar die Sicherheit für die Nutzer, nimmt dafür aber Beschränkungen bei der Offenheit des Systems in Kauf. Bei einem Gerätewechsel will Google es aber etwas leichter machen. Wenn Sideloading auf anderen Geräten bereits aktiviert ist, gilt die Frist als erfüllt. Einfacher macht Google auch den Wechsel von anderen KI-Chatbots zu Gemini, dem eigenen Chatbot. Eine neue Funktion für den Datentransfer von Erinnerungen und Chatverläufen soll Nutzer zum Wechsel zu Gemini animieren. Denn damit erfährt Gemini schneller Details des Anwenders und soll anfängliche Schwächen aufgrund von Unkenntnis vermeiden. Derweil kann auch Sony wegen der Speicherkrise manche Produkte nicht mehr liefern. Nun sind nach Arbeitsspeicher und SSDs auch SD- und CF-Express-Karten betroffen. Das gilt zunächst für Japan, während die Speicherkarten hierzulande noch bestellbar sind, allerdings zu deutlich höheren Preisen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Sideloading auf Geräten mit Googles Android-Betriebssystem wird zwar komplizierter, aber doch etwas weniger als bisher erwartet. Eine 24-Stunden-Frist, die in bestimmten Fällen abgewartet werden muss, um die Sideloading-Installation durchzuführen, gilt auch für neue Geräte als erfüllt, wenn sie auf einem anderen Gerät schon erfüllt wurden. Hintergrund der neuen Frist ist eine Betrugswelle in Südamerika und Südostasien, bei der die Täter ihre Opfer durch Schockanrufe dazu bringen, Malware-APKs auf ihrem Gerät zu installieren. Dabei geht es oft um den Klau von Kreditkartendaten oder Ähnliches. Der neue Sideloading-Prozess soll die Sicherheit der Nutzer erhöhen, schränkt die Offenheit aber etwa ein: Neue Sideloading-Regeln für Android sollen bei Gerätewechsel weiter erfüllt bleiben.

Offen zeigt sich Google für neue KI-Nutzer und hat Gemini deshalb mit einer neuen Importfunktion für Erinnerungen und vergangene Unterhaltungen mit anderen KI-Chatbots wie ChatGPT ausgestattet. Dadurch soll der Umstieg von einer künstlichen Intelligenz zur anderen erleichtert werden. Denn Nutzer müssen Gemini nicht mehr neu beibringen, was andere Chatbots bereits über den Anwender und dessen Vorlieben wissen. Durch den Datentransfer von Zusammenfassungen anderer KI-Erinnerungen und Chatverläufen fremder Chatbots soll das anfängliche Kennenlernen des Anwenders durch Gemini beschleunigt werden, sodass die Google-KI schon zu Beginn trefflich antwortet. Die Importfunktion ist in Deutschland bislang allerdings nicht verfügbar: Google erleichtert Wechsel von ChatGPT & Co. zu Gemini mit neuer Importfunktion.

Google Gemini Importfunktion (2 Bilder)

Import von Erinnerungen (Bild:

Google

)

Nicht verfügbar heißt es vielfach auch beim Kauf von Speicherprodukten. Denn seit Kurzem nimmt Sony keine Bestellungen von Wiederverkäufern für einen Großteil seiner Speicherkarten in den Bauformen SD und CF-Express Typ A oder B mehr an. Auch im eigenen Onlineshop von Sony Japan können die Karten nicht mehr von Verbrauchern direkt erworben werden. Als Grund nennt das Unternehmen einen weltweiten Mangel an Speicherbausteinen und anderen Halbleitern. Die globale Speicherkrise, ausgelöst durch einen rasanten Bau von KI-Rechenzentren, hat damit auch Fotografen und Filmer erreicht. Im Onlineshop von Sony Deutschland sind die CF-Express-Karten noch erhältlich. Allerdings zu Preisen, die weit über anderen Angeboten liegen: Sony stoppt Auslieferung von Speicherkarten.

Der Anwalt von Schauspieler Christian Ulmen, Christian Schertz, hat Deepfake-Vorwürfe gegen seinen Mandanten zurückgewiesen. „Unser Mandant hat zu keinem Zeitpunkt Deepfake-Videos von Frau Fernandes oder anderen Personen hergestellt und/oder verbreitet“, teilte Schertz mit. „Nach derzeitiger Kenntnis wird dieser Vorwurf, anders als teilweise verlautbart, auch überhaupt nicht erhoben. Mit der aktuell geführten Debatte über Strafbarkeitslücken bei Deepfake-Pornografie stehen die Geschehnisse mithin in keinem Zusammenhang“, erklärte der Medienanwalt. Die Ex-Frau von Ulmen, die Moderatorin Collien Fernandes, wirft dem Schauspieler vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben: Ulmen wehrt sich gegen Deepfake-Vorwürfe.

Passwortmanager vereinfachen das Leben, weil man mit ihnen mehrere Konten mit jeweils eigenen und sicheren Passwörtern mehr oder weniger komfortabel verwalten kann. So kann man hunderte Passwörter einsetzen, ohne sich die alle merken zu müssen. Zugleich ist der Passwortmanager aber eine sehr attraktive Angriffsfläche. Dieser Datenschatz erweckt auch das Interesse von Behörden. Populäre Passwortmanager kommen aus den USA oder werden von dortigen Firmen entwickelt. US-Behörden könnten deshalb mit Verweis auf Cloud Act und Foreign Intelligence Surveillance Act Zugriff auf die Daten verlangen. Wie man Passwörter bequem, sicher und souverän verwaltet, vielleicht sogar auf einem eigenen Server, ist diese Woche Thema in c’t uplink: Passwörter raus aus der US-Cloud – aber wohin?

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(fds)