XPipe 22.0: Passwortmanager werden zum SSH-SchlĂĽsselbund
XPipe 22.0 bietet flexiblere Authentifizierung, eine erweiterte Integration von Passwordmanagern und Verbesserungen bei Containern.
(Bild: XPipe)
XPipe liegt in Version 22.0 vor. Das Update bringt vor allem eine flexiblere Authentifizierung, eine ausgebaute Integration von Passwordmanagern und Verbesserungen bei Containern. Im Zentrum stehen Multi-Identitäten und die direkte Nutzung von SSH-Agenten aus gängigen Passwort-Tools.
Das Open-Core-Projekt richtet sich an Administratoren, DevOps-Teams und alle Nutzer, die viele Remote-Verbindungen und Shells einsetzen. Es dient als zentrale Oberfläche zum Starten und Verwalten von SSH-, Container-, VM- und weiteren Infrastruktur-Verbindungen.
Nutzer können jetzt mehrere Identitäten pro Zielsystem hinterlegen und zwischen ihnen wechseln. In Team-Vaults wählt XPipe automatisch eine verfügbare lokale Identität, wenn referenzierte Identitäten für den aktuellen Anwender nicht verfügbar sind. Statt mehrere Verbindungen für denselben Host anzulegen, können unterschiedliche Nutzer oder Rollen innerhalb einer Verbindung koexistieren.
Passwordmanager mit SSH-Agent-Support
XPipe unterstützt nun die SSH-Agenten von 1Password, Bitwarden, KeePassXC, Keeper und Proton Pass direkt. Laufende Agenten erkennt das Tool automatisch – eine manuelle Socket-Konfiguration entfällt. Zugangsdaten und SSH-Keys bezieht es gemeinsam aus dem Passwordmanager, was lokale Key-Dateien überflüssig machen kann. Schlüssel lassen sich im Agent-Feld auch über ihren Namen referenzieren, sofern der eingesetzte Passwortmanager das unterstützt. Darüber hinaus unterstützt XPipe jetzt mehrere 1Password-Konten gleichzeitig, zusätzliche Paketierungsformen von Bitwarden, KeePassXC und Keeper sowie nun auch Proton Pass; außerdem kann XPipe Secrets aus HashiCorp Vault abrufen.
Für Incus und LXD erkennt XPipe nun Container über alle Projekte, also getrennte Verwaltungsbereiche ähnlich Namensräumen, hinweg. Wenn ein Container eine IP-Adresse meldet, kann XPipe diese zum direkten Öffnen von Diensten nutzen, etwa für RDP- oder VNC-Verbindungen.
Für Podman verbessert Version 22.0 den Umgang mit Quadlets, also systemd-basierten Containerdefinitionen. XPipe erkennt zugehörige Unit-Files und erlaubt deren Bearbeitung. Ein Neustart greift korrekt auf den systemd-Service durch, statt nur den Container isoliert neu zu starten.
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Erweiterte Suche und Schnellzugriff
Die Suchleiste nimmt jetzt direkte Befehle entgegen. Wer etwa ssh user@host eingibt, startet sofort die passende Verbindung oder landet in einem Quick-Connect-Dialog. Die Filterung soll zudem spĂĽrbar schneller bei groĂźen Verbindungslisten reagieren.
Kategorien lassen sich jetzt mit eigenen Icons versehen. Theme-Wechsel laufen flüssiger, und der neue Shortcut Strg+T öffnet das Terminal-Dock, das in der Vorgängerversion eingeführt wurde. Hinzu kommen zahlreiche Bugfixes, unter anderem bei SSH-Aliasen, gemischten Shell-Umgebungen und auf Windows-Systemen. Alle Informationen zu XPipe 22.0 finden sich in den Release Notes.
Siehe auch:
- XPipe bei heise download
(fo)