Dienstag: Rebellions sammelt Millionenbetrag, Uber übernimmt Berliner Start-up

Chip-Start-up sammelt 400 Millionen US-Dollar + Uber wills ins Premiumgeschäft + Demokratie unterm Radar + Deutschland als Vorbild + Mondmission vor dem Start

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Chipstrukturen auf Silizium-Wafer, dazu Text: DIENSTAG KI-Chips, Blacklane-Übernahme, Rechtsstaatsbericht, Solar-Boom & Artemis 2

(Bild: c’t / heise online)

Lesezeit: 6 Min.
Von
  • Andreas Knobloch

Das südkoreanische KI-Chip-Start-up Rebellions ist auf Expansionskurs, ebenso wie der US-Fahrdienstvermittler Uber. Während Rebellions in einer aktuellen Finanzierungsrunde 400 Millionen US-Dollar einsammelt, seine Präsenz in den USA ausbauen will und neue Produkte ankündigt, übernimmt Uber den Berliner Premiumfahrdienst Blacklane und hat dabei das lukrative Premiumkunden-Geschäft im Blick. Nicht auf Expansionskurs, sondern im Rückgang befinden sich laut dem Rechtsstaatsbericht der Civil Liberties Union for Europe dagegen die demokratischen Grundwerte in der EU. Sorgen bereitet auch Deutschland – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Wegen des weltweiten KI-Booms steigt die Nachfrage nach energieeffizienten und kostengünstigen KI-Chips. Zugleich dominiert der US-amerikanische Chipkonzern Nvidia den Markt. Die „K-Nvidia“-Initiative der südkoreanischen Regierung zielt daher darauf ab, global wettbewerbsfähige Chip-Unternehmen zu fördern. Davon profitiert nun ein dortiger Produzent. Das südkoreanische KI-Chip-Unternehmen Rebellions hat in seiner jüngsten Finanzierungsrunde 400 Millionen US-Dollar eingesammelt. Die sollen in den Ausbau der Präsenz des Unternehmens in den Vereinigten Staaten und den Ausbau seiner Rebel100-Plattform fließen. Finanzierungsrunde: Chip-Start-up Rebellions sammelt 400 Millionen US-Dollar ein

Der US-Fahrdienstvermittler Uber will stärker in das lukrative Premiumkunden-Geschäft einsteigen. In dem hat das vor fünfzehn Jahren gegründete Berliner-Start-up Blacklane seine Stärken. Das Unternehmen bietet einen On-Demand-Chauffeurservice mit Luxus-Limousinen an. Die Tarife des Berliner Start-ups liegen deutlich über denen von Taxis oder Unternehmen wie Uber oder Lyft. Dafür verspricht es höhere Zuverlässigkeit und besseren Service. Den Luxus-Service von Blacklane will Uber mit seiner globalen Reichweite kombinieren und kauft den Premiumtaxidienst. Vorstoß ins Premium-Segment: Uber übernimmt das Berliner Start-up Blacklane

Demokratie ist kein Selbstläufer. Es ist ein düsteres Bild, das der am Montag veröffentlichte neue Rechtsstaatsbericht der NGO Civil Liberties Union for Europe (Liberties) für das vergangene Jahr zeichnet. In weiten Teilen der EU stagnieren die demokratischen Grundwerte oder bröckeln sogar. Auch für Deutschland schätzen die Experten die Situation als besorgniserregend ein. Der Einsatz von Überwachungssoftware gegen Medienschaffende, blockierte Informationsanfragen und staatliche Gesinnungsprüfungen – die Liste der Kritikpunkte ist lang. Demokratie unterm Radar: Deutschland wird zum Absteiger beim Rechtsstaat

Aber nicht alles in Deutschland schlecht. Manches taugt andernorts sogar als Vorbild – im Vereinigten Königreich zum Beispiel. Dort hat die Labour-Regierung angekündigt, Verbraucher unter anderem bei Balkonkraftwerken zu unterstützen, um die Auswirkungen der durch den Iran-Krieg ausgelösten Energiekrise einzudämmen. Das letzte Kohlekraftwerk im Land wurde 2024 abgeschaltet; die Kernkraftwerke decken nur gut ein Zehntel des Strombedarfs. Für die Regierung ist deshalb klar: Erneuerbare und insbesondere Solaranlagen müssen ausgebaut werden. Die britische Regierung hat sich dafür starke Verbündete gesucht. Plötzlich Vorbild: Wie UK dem deutschen Solar-Boom nacheifern will

Die Artemis-2-Mission der US-Raumfahrtbehörde NASA zur Mondumrundung wurde bereits mehrfach verschoben. Nun soll die Schwerlastrakete Space Launch System (SLS) mit einer vierköpfigen Crew an Bord am 1. April um 18:24 Uhr Ortszeit Florida (2. April, 00:24 Uhr MEZ) abheben. Vor dem geplanten Start der ersten bemannten Mondmission seit mehr als 50 Jahren steckt die Crew in den letzten Vorbereitungen. Die zehntägige Mission soll erstmals seit 1972 wieder Menschen in die Nähe des Mondes bringen. Erhöhte Sonnenaktivität könnte die Mission jedoch gefährden. Solareruption stört Funk auf der Erde – Auswirkungen auf Mondmission befürchtet

Auch noch wichtig:

(akn)