Preise fĂĽr DRAM und SSDs sollen massiv weitersteigen
Cloud-Hyperscaler kaufen weiter massig Arbeitsspeicher und SSDs. Die Preise sollen daher in den nächsten Monaten ungehindert steigen.
(Bild: heise medien)
Die angespannte weltpolitische Lage hat bislang keine Auswirkungen auf die laufende Speicherkrise. Weltmarktführer wie Samsung, SK Hynix und Micron verhandeln weiter langfristige Lieferverträge mit Abnehmern. Insbesondere US-amerikanische Cloud-Hyperscaler wie Amazon AWS, Google Cloud, Meta und Microsoft kaufen weiter massenhaft Arbeitsspeicher und SSDs. Alle Speicherkategorien sollen in den kommenden Monaten im Preis steigen.
Der auf Speicher spezialisierte Marktbeobachter Trendforce erwartet, dass konventionelles DRAM im zweiten Quartal 2026 durchschnittlich 58 bis 63 Prozent teurer wird. Damit ist Arbeitsspeicher gemeint, der in Form von etwa DDR5 und LPDDR5X in Server, Desktop-PCs und Mobilgeräte gelangt. Explizit nicht darin enthalten: High-Bandwidth Memory (HBM) für KI-Beschleuniger. NAND-Flash für SSDs soll im selben Zeitraum 70 bis 75 Prozent teurer werden.
Diese Preissteigerungen kommen auf die bisherigen Anpassungen obendrauf. FĂĽr das jetzt endende erste Quartal 2026 rechnet der Marktbeobachter mit einem besonders steilen Anstieg: bis zu 98 Prozent bei DRAM und 90 Prozent bei NAND-Flash.
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Endkunden verweilen am Ende der Nahrungskette
Endkunden und PC-Hersteller sind besonders betroffen, weil sich Speicherhersteller auf Server konzentrieren und groĂźe Anbieter den Markt verlassen. Trendforce dĂĽrfte damit unter anderem auf Micron anspielen, der seine Endkundenmarke Crucial einstellt.
Die sinkende Nachfrage nach Desktop-PCs, Notebooks und Smartphones reicht offenbar nicht ansatzweise, um die Liefersituation zu entspannen. Weil Hyperscaler weiter einkaufen, ist weiterhin mit „klaren Engpässen“ über das gesamte Jahr zu rechnen. Auch Trendforce betont, dass erst Ende 2027 oder 2028 mit signifikanten Kapazitätserweiterungen bei den Speicherherstellern zu rechnen ist, die die Krise lockern könnten.
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(mma)