Visual Studio 2026 erlaubt das Erstellen benutzerdefinierter KI-Agenten
Die neuesten Features umfassen das Erstellen spezialisierter Copilot-Agenten, das Festlegen von Agent Skills und das Beheben von NuGet-Vulnerabilities per KI.
(Bild: tadamichi / Shutterstock.com)
Microsoft hat seine Entwicklungsumgebung Visual Studio 2026 im März mit neuen Features versehen, die sich vor allem um Künstliche Intelligenz (KI) drehen. Alle neuen Funktionen sind in der Insiders-Version verfügbar.
Agent Skills und benutzerdefinierte Agenten
In Visual Studio können Entwicklerinnen und Entwickler nun benutzerdefinierte Copilot-Agenten erstellen. Diese können beispielsweise den Coding-Standards des Teams folgen oder interne Dokumentation durchsuchen. Die spezialisierten Copilot-Agenten können Zugriff auf Workspace-Awareness, Codeverständnis, Tools, das bevorzugte Modell und Verbindungen via Model Context Protocol (MCP) zu externen Wissensquellen erhalten.
Dazu spezifizieren Entwickler die gewünschten Anpassungen in einer .agent.md-Datei, fügen diese im Repository zu .github/agents/ hinzu und können dann den neuen Agenten im Agent Picker auswählen. Wurde kein Modell festgelegt, verwendet der KI-Agent das im Model Picker gewählte Modell.
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Mit Skills lassen sich die KI-Agenten ebenfalls versehen. Die Agenten beziehen Skills automatisch aus verschiedenen Stellen im Repo, etwa .github/skills/, oder aus dem User-Profil, etwa ~/.copilot/skills/. Jeder Skill besitzt ein eigenes Verzeichnis mit einer SKILL.md-Datei, die der Agent-Skill-Spezifikation entspricht. Agent Skills sind ein offenes Format, um KI-Agenten mit spezialisiertem Wissen auszustatten.
Copilot behebt NuGet-Vulnerabilities
Der KI-Copilot kann nun auch dabei helfen, Vulnerabilities zu beheben. Direkt aus dem Solution Explorer heraus können Entwicklerinnen und Entwickler die Benachrichtigung „Fix with GitHub Copilot“ anwählen, wenn eine Vulnerability erkannt wurde, die NuGet betrifft, das Paketverwaltungssystem für .NET. Beim Durchklicken analysiert Copilot die Schwachstelle und kann entsprechende Dependency-Updates empfehlen sowie implementieren.
(Bild:Â Microsoft)
Weitere Updates betreffen unter anderem die Verwendung von MCP: Admins können festlegen, welche MCP-Server innerhalb ihrer Organisation erlaubt sind, und nur diese lassen sich dann in Visual Studio verwenden. Bei anderen Servern erscheint eine Fehlermeldung.
Die neuen Features lassen sich im Insiders-Build nutzen. Weitere Informationen zu den Updates liefert Microsofts Entwicklerblog.
(mai)