Kreise, Rundungen und Bögen: Die Bilder der Woche 14

Ohne Ecken und Kanten erscheinen gerundete Motive besonders weich und harmonisch, und diese Woche gibt es davon besonders viele.

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Istanbul

Über den Dächern von Istanbul

(Bild: lgfokus)

Lesezeit: 4 Min.
Inhaltsverzeichnis

Motive mit gerundeten Elementen strahlen Harmonie aus. Da es keinen Anfang und kein Ende gibt, findet das Auge einen angenehmen Ankerpunkt im Bild. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Formen in der Natur oder von Menschenhand geschaffen wurden. Mal sind es die bernsteinfarbenen Augen eines Greifvogels, die wie ein Magnet die Blicke anziehen, dann sind es die angenehm gerundeten Dachkuppeln über den Dächern Istanbuls.

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GenieĂźen Sie harmonische Motive, die den Blick einfangen und den Geist zur Ruhe kommen lassen.

Auge des Windes

(Bild: Antonio Giovanni Galle)

Aus der Dunkelheit hebt ein Rotmilan den Kopf. Sein Gefieder erscheint fast schwarz, und nur feine Strukturen zeichnen sich im kühlen Licht ab. Das leuchtend gelbe Auge bildet einen starken Kontrast zum dunklen Hintergrund und zieht den Blick sofort auf sich. Durch die enge Bildkomposition wird der Kopf ins Zentrum gerückt, was die Spannung verstärkt. So entsteht ein klares Spiel aus Fläche und Detail.

Wheels & Waves, Biarritz France

(Bild: picturetom)

Zwei Motorradfahrer jagen dicht nebeneinander über eine Strecke. Die Maschinen kommen kraftvoll und roh daher, während sich die Fahrer tief über den Lenker ducken. Die Zuschauer im Hintergrund verschwimmen und rahmen die actionreiche Szene. Der enge Bildausschnitt schneidet die Bewegung bewusst an und treibt sie nach vorn. Die leichte Diagonale der Straße verstärkt das Tempo zusätzlich. Durch die Schwarz-Weiß-Umsetzung wird alles auf Kontraste und Formen reduziert, was dem Bild eine zeitlose Wirkung verleiht. Es zeigt den Reiz von Geschwindigkeit und Kontrolle.

Rom Kolosseum

(Bild: forms)

Das Kolosseum erhebt sich im warmen Abendlicht über Rom. Durch seine Bögen fällt Sonnenlicht und lässt das antike Mauerwerk lebendig wirken. Im Vordergrund rahmen dunkle Bäume die Szenerie, dahinter öffnet sich der Blick. Die klassische Staffelung in Vorder-, Mittel- und Hintergrund verleiht dem Bild eine klare Struktur. Starke Kontraste zwischen Licht und Schatten modellieren die Architektur und betonen ihre Form. Das Bild zeigt die Größe des Bauwerks und wirkt zugleich ruhig und zeitlos.

Brandung

(Bild: Martin Ruopp)

Am Strand steht ein einzelner Mensch und schaut aufs Meer. Die Brandung zieht in weichen, beinah gemalten Linien vorbei. Durch die Intentional-Camera-Movement-Technik verschwimmen hier Wasser und Himmel zu ruhigen Farbflächen. Horizont, Wellen und Strand liegen wie breite Streifen übereinander. Die kleine Figur rechts setzt einen klaren Akzent und verleiht der Szene Tiefe. Alles wirkt reduziert und ruhig, beinahe wie ein Gemälde.

The Arctic Sky Aflame

(Bild: ShE 1981)

Eine Pusteblume ganz nah: Im Zentrum sitzt der helle Kern, darum spannen sich die feinen Samen wie ein Netz aus Licht. Jeder Schirm ist gestochen scharf und hebt sich klar vom dunklen Hintergrund ab. Durch die Makroaufnahme wird die Pflanze zu einem grafischen Spiel aus Linien. Die Strahlen führen den Blick nach außen, während die geringe Schärfentiefe die Mitte sanft verschwimmen lässt. Die Schwarz-Weiß-Darstellung reduziert alles auf Form und Kontrast.

Über den Dächern von Istanbul

(Bild: lgfokus)

Graue Kuppeln im Vordergrund, dahinter die Blaue Moschee mit ihren filigranen Minaretten – dieser Blick vereint zwei Wahrzeichen Istanbuls in einem Bild. Die runden Formen dominieren die Szene, während die schlanken Türme klare Gegenpunkte setzen. Die Staffelung der Dächer lenkt den Blick direkt ins Zentrum, während die goldenen Spitzen kleine Highlights im eher ruhigen Licht setzen. So entsteht ein starkes Zusammenspiel aus Formen und Linien sowie aus Geschichte und Architektur.

Veilchen

(Bild: Daborius)

Zwei kleine Veilchen heben sich aus einem Meer aus pinken und violettfarbenen Farbflächen ab. Der Hintergrund löst sich in weiches Bokeh auf und wirkt wie ein leuchtender Schleier. Die geringe Schärfentiefe setzt die Blüten gezielt in Szene und lässt alles andere verschwimmen. Die Komposition spielt mit Nähe und Unschärfe. Die kleinen Blüten treffen auf fließende Farben und erzeugen einen malerischen Eindruck. (vat)