Samsung verteilt April-Update: Kritische Schwachstellen gefährden Galaxy-Geräte

Samsung schließt mit dem April-Sicherheitsupdate 47 Lücken auf Galaxy-Smartphones. 14 davon sind kritisch, vier weitere als hoch eingestufte betreffen Exynos.

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Ein Samsung-Galaxy-Smartphone erhält ein Update.

Samsung-Galaxy-Smartphone erhält ein Update.

(Bild: Below the Sky / Shutterstock.com)

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Samsung verteilt seit dem 7. April wichtige Sicherheitspatches für zahlreiche Galaxy-Smartphones. Die Aktualisierung sollte nach und nach für alle Modelle bereitgestellt werden, die noch seitens des Herstellers unterstützt werden. 14 der 47 gestopften Sicherheitslücken stuft Samsung als „kritisch“ ein.

Wie der Konzern auf seiner Webseite zu Sicherheitsupdates schreibt, stammen einige der Patches von Google, die im Security-Bulletin für April 2026 aufgeführt sind. Andere Patches betreffen indes nur Samsung-Geräte. Unter anderem sollen Angreifer durch die Lücken Android-Smartphones ins Visier nehmen und Geräte abstürzen lassen können. Zusätzlich seien unbefugte Zugriffe auf eigentlich abgeschottete kryptografische Schlüssel möglich. Entsprechend ist es ratsam, die Patches einzuspielen, sobald sie angeboten werden.

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Vier als hoch eingestufte Schwachstellen (CVE-2025-52908, CVE-2025-52909, CVE-2025-54601, CVE-2025-54602) betreffen Exynos-Chips von Samsungs Halbleitersparte. Entsprechend sind Geräte mit Qualcomm- oder MediaTek-Chips nicht davon betroffen. Fehler auf der Hardware-Ebene können unter Umständen die gesamte Sicherheitsarchitektur eines Geräts untergraben, sofern sie ungepatcht bleiben. Neben den Patches von Google und Samsungs Halbleiter-Sparte stellt der Konzern mit dem Sicherheitspatch zehn weitere SVE-Einträge (Samsung Vulnerabilities and Exposures) bereit, um das System abzudichten.

Drei der SVEs stuft Samsung als „hoch“ ein, während die weiteren „moderat“ sind. Die hoch eingestuften Schwachstellen ermöglichen Angreifern mit physischem Zugang zum Gerät unter anderem die Umgehung von „Knox Guard“ durch eine fehlerhafte Überprüfung auf außergewöhnliche Zustände in „Device Care“ (SVE-2025-2188 (CVE-2026-21007)). Eine weitere Lücke (SVE-2025-2589 (CVE-2026-21010)) ermöglicht es lokalen Angreifern, im Retail-Modus Funktionen mit erhöhten Rechten auszulösen. Die dritte als hoch eingestufte Schwachstelle ermöglicht es physischen Angreifern, die Beschränkungen durch fehlerhafte Eingabevalidierung bei Daten zu Netzwerkbeschränkungen zu umgehen (SVE-2026-0775 (CVE-2026-21003)). Viele der Lücken betreffen Android-Versionen 14, 15 und 16.

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