Cribl Guard: KI soll sensible Daten im Telemetrie-Strom aufspüren
Der Telemetrie-Spezialist Cribl erweitert sein Produkt Guard um eine kontinuierliche KI-Analyse, die Muster sensibler Daten in Logs und Events erkennen soll.
(Bild: kung_tom / Shutterstock.com)
- Jens Söldner
Der US-Anbieter Cribl hat ein neues Feature für das Sicherheitsmodul Guard seiner Telemetrie-Plattform Cribl Stream vorgestellt. Guard analysiert Daten bereits während der Verarbeitung in der Pipeline – und die neue sogenannte Background Detection erweitert dies um ein KI-Modell, das fortlaufend nach bislang unbekannten Mustern sensibler Daten sucht. Das umfasst personenbezogene Informationen, Secrets wie API-Schlüssel oder Passwörter sowie regulierte Daten, die von bestehenden regelbasierten Erkennungsmechanismen nicht erfasst werden.
Anders als bei klassischen DLP-Tools (Data Loss Prevention), die Datenströme zur Analyse aus der Kundenumgebung heraus kopieren, läuft das KI-Modell laut Cribl direkt auf den sogenannten Workers. Das sind die Verarbeitungsknoten der Cribl-Plattform, auf denen die eigentliche Datenverarbeitung stattfindet. Sensible Daten verlassen die Infrastruktur des Kunden damit nicht. Erkannte Muster werden in der Cribl-Oberfläche angezeigt; Security-Teams können sie dort prüfen, verwerfen oder mit einem Klick in neue Schutzregeln überführen.
Von statischen Regeln zur kontinuierlichen Erkennung
Cribl positioniert die Neuerung als Paradigmenwechsel: Statt sich auf statische Regelwerke zu verlassen, die erfahrungsgemäß schnell veralten, sollen Unternehmen mit der Hintergrunderkennung kontinuierlich neue Risiken identifizieren können. Laut Cribl-CPO Dritan Bitincka fängt die Funktion sensible Informationen ab, noch bevor sie einen Datenspeicher erreichen. Dies erleichtere den Übergang von reaktiver Bereinigung hin zu proaktiver Risikominderung.
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Cribl zufolge nutzen weltweit zahlreiche Unternehmen die Plattform, darunter die Hälfte der Fortune-100-Unternehmen. Cribl Stream fungiert als eine Art Datendrehscheibe, die Logs, Metriken und Events aus unterschiedlichsten Quellen entgegennimmt, filtert, anreichert und an Zielsysteme wie SIEMs, Observability-Plattformen oder Data Lakes weiterleitet. Guard ist als Sicherheitsmodul von Cribl Stream seit September 2025 verfügbar und bringt über 200 vorkonfigurierte Erkennungsregeln mit, die nun um die KI-gestützte Suche ergänzt werden.
(axk)