Google bringt vertikale Tabs in Chrome
Google Chrome führt schrittweise vertikale Tabs und einen überarbeiteten Lesemodus ein. Firefox-Nutzer kennen beides schon länger.
(Bild: Google)
Google hat Chrome zwei neue Produktivitätsfunktionen hinzugefügt: vertikale Tabs und einen überarbeiteten Lesemodus. Die Einführung beider Features beginnt ab sofort schrittweise, sodass die Funktionen noch nicht bei allen Nutzern direkt verfügbar sind.
Wer per Rechtsklick „Show Tabs Vertically“ wählt, verschiebt die Tab-Leiste vom oberen Fensterrand in eine Seitenleiste. Dort zeigt Chrome vollständige Seitentitel statt abgeschnittener Bezeichnungen oder reiner Favicons an. Das hilft vor allem bei vielen gleichzeitig geöffneten Tabs – etwa beim parallelen Arbeiten mit mehreren Repositories, Dashboards oder Dokumentationen. Auf Breitbildschirmen nutzt die vertikale Anordnung den verfügbaren Platz besser aus. Auch Tab-Gruppen lassen sich so leichter überblicken.
Störungsfreier Lesemodus
Darüber hinaus hat Google den Lesemodus erweitert. Über „Open in reading mode“ im Kontextmenü blendet Chrome störende Elemente wie Werbung, Seitenleisten und Overlays aus und zeigt den Seiteninhalt in einer reduzierten Vollbildansicht. Das erleichtert das Lesen langer Texte wie technischer Blogposts, Dokumentationen oder RFCs, bei denen Layout-Elemente und dynamische Einblendungen den Lesefluss stören.
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Beide Features sind für Browser jedoch nicht neu: Mozilla hat bereits mit Firefox 136 im März 2025 native vertikale Tabs eingeführt. Sie sind dort Teil einer erweiterten Seitenleiste, die zusätzlich synchronisierte Tabs, Verlauf und Lesezeichen bündelt. Einen vergleichbaren Lesemodus bietet Firefox unter dem Namen „Reader View“ sogar schon seit 2015.
In der Ankündigung bleibt offen, ob Google die neuen Funktionen über Unternehmensrichtlinien steuerbar macht und ob Erweiterungen auf die Seitenleiste zugreifen können.
Siehe auch:
- Google Chrome bei heise download
(fo)