Plane 1.3.0: Update der freien Jira-Alternative

Mit Version 1.3.0 erhält Plane viele wichtigste Updates: Gitea-Login, verbesserte Oberfläche und neue API-Endpunkte kommen für die Open-Source-Jira-Alternative.

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Screenshots von Design-Tools mit Farbpaletten, Textstilen und Abständen.

(Bild: Plane)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Plane schließt in Version 1.3.0 der freien Community-Version mehrere Sicherheitslücken, bringt neue Integrationen und überarbeitet die Benutzeroberfläche umfassend. Das Release führt unter anderem eine Gitea-Authentifizierung ein, öffnet die API für externe Projektzusammenfassungen und validiert Dateiuploads sowie Projektkennungen strenger. Parallel haben die Entwickler mehrere sicherheitsrelevante Schwachstellen behoben – darunter manipulierbare Rate-Limits für API-Tokens, eine SSRF-Lücke in Webhooks und CSV-Injection beim Datenexport.

Bei Plane handelt es sich um ein quelloffenes Projektmanagement- und Issue-Tracking-System fĂĽr Entwickler. Es bietet Aufgabenverwaltung, Roadmaps und API-Anbindung und ist als selbst hostbare Alternative zu Jira oder Linear gedacht.

Plane unterstützt ab Version 1.3.0 die Authentifizierung über Gitea. Teams mit selbst gehosteter Git-Infrastruktur können damit Benutzerkonten koppeln oder Single Sign-on einrichten. Neu ist außerdem eine externe Project-Summary-API, über die Drittsysteme Projektübersichten abrufen können – etwa für Dashboards oder Reporting. Webhook-Payloads lassen sich nun zudem lokalisieren.

Projektnamen und -kennungen akzeptieren keine potenziell ausfĂĽhrbaren Sonderzeichen mehr, was Injection-Angriffe erschwert. Im Administrationsmodus verhindert Plane auĂźerdem, dass Admins versehentlich alle Authentifizierungsmethoden deaktivieren. Erweiterte Logs liefern detailliertere Fehlermeldungen bei Authentifizierungsproblemen und erleichtern die Fehlersuche und das Auditing.

Einen großen Teil des Releases machen Änderungen an der Oberfläche aus. Plane setzt stärker auf Design-Tokens – also zentral definierte Werte für Farben, Abstände und andere UI-Parameter –, die für ein einheitlicheres Erscheinungsbild sorgen. Die Entwickler haben unter anderem die Detailansichten von Work Items, die Sidebar, Kommentare sowie die Workspace- und Mitgliederverwaltung überarbeitet. Dropdowns verhalten sich kontextsensitiver und zeigen ausgewählte Einträge oben an. Neue Ladezustände sorgen für flüssigere Übergänge, überarbeitete Themes und Editor-Farben für mehr visuelle Konsistenz.

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Attachments akzeptieren jetzt auch Markdown-Dateien. Eine Zeitzonen-Einstellung auf Workspace-Ebene sorgt dafür, dass neue Projekte automatisch die richtige Zeitzone übernehmen. Die Mention-Suche nutzt jetzt Debouncing und löst damit bei schneller Eingabe weniger API-Anfragen aus. Die Navigation zeigt eingehende Aufgaben (Intake) direkt als Zähler an.

Im Bereich Sicherheit verhindert eine serverseitige Absicherung nun, dass Angreifer Rate-Limits von API-Tokens manipulieren. Webhook-URLs durchlaufen eine strengere Validierung, um Server-Side Request Forgery (SSRF) zu unterbinden – also Angriffe, bei denen ein Server dazu gebracht wird, interne Ressourcen anzusprechen.

Beim CSV-Export bereinigt Version 1.3.0 eingebettete Formeln, die Tabellenprogramme wie Excel sonst ungefragt ausführen könnten. Zusätzlich blockiert eine neue Upload-Validierung potenziell schädliche Dateien, und der HTTP-Header X-Frame-Options schützt vor Clickjacking.

Bei der Internationalisierung kommt Ukrainisch als neue Sprache hinzu, die russische Ăśbersetzung wurde erweitert. Zahlreiche Bugfixes betreffen den Editor, die Navigation, API-Endpunkte und E-Mail-Templates.

Alle Informationen zum Update finden sich in den Release Notes auf der Projektseite von Plane auf GitHub.

Siehe auch:

(fo)