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Warten auf Sicherheitsupdate: Angreifer attackieren Adobe Reader

Angreifer nutzen derzeit eine Zero-Day-Lücke in Adobe Reader aus. Bis es ein Sicherheitsupdate gibt, sollte man keine PDFs aus unbekannten Quellen öffnen.

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Bildschirm-Dialog zeigt "Attack successful"

(Bild: Gorodenkoff/Shutterstock.com)

Lesezeit: 2 Min.

Sicherheitsforscher warnen vor Attacken auf Adobe Reader. Das alleinige Ă–ffnen von manipulierten PDF-Dateien soll fĂĽr einen erfolgreichen Angriff ausreichen. Im Anschluss sollen Angreifer Dateien kopieren und Systeme kompromittieren.

Auf die Zero-Day-SicherheitslĂĽcke ist ein Sicherheitsforscher mit dem Sandbox-Analysetool EXPMON gestoĂźen. Seine Erkenntnisse fĂĽhrt er in einem Beitrag aus. Ihm zufolge nutzen unbekannte Angreifer die Schwachstelle mindestens seit vergangenem Dezember aus. Derzeit ist die LĂĽcke noch mit keiner CVE-Nummer versehen; auch eine Einstufung des Bedrohungsgrads steht noch aus.

Dem Forscher zufolge stehen aber alle Zeichen auf kritisch: Er gibt an, dass Opfer lediglich ein von den Angreifern präpariertes PDF-Dokument öffnen müssen, um eine Attacke einzuleiten. Danach zapfen sie die Adobe-Reader-APIs util.readFileIntoStream() und RSS.addFeed() an, die mit hohen Rechten laufen. Darüber kopieren sie Dateien und schicken sie an von ihnen kontrollierte Server.

Da geht aber noch mehr: Dem Forscher zufolge laden die Angreifer im Zuge der Attacke weitere Schadcodemodule nach, um eigenen Code auszufĂĽhren und Computer letztlich zu kompromittieren. In welchem Umfang die Attacken ablaufen und wer dahintersteckt, ist zurzeit unklar.

Ein weiterer Sicherheitsforscher hat in der Angriffskampagne verwendete PDF-Dateien analysiert. Auf X schreibt er, dass sie russische Sprache beinhalten und inhaltlich die aktuellen Ereignisse im Zusammenhang mit der Ă–l- und Gasindustrie in Russland behandeln.

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Unklar ist derzeit auch, inwiefern die SicherheitslĂĽcke die in Microsofts Edge-Browser implementierte Acrobat-PDF-Reader-Funktion betrifft.

Wann ein Sicherheitspatch kommt, ist bislang unbekannt. Der Finder der Schwachstelle gibt an, Adobe kontaktiert zu haben. Die Antwort auf eine Anfrage von heise security steht noch aus. Bis ein Patch kommt, sollte man keine PDF-Dateien aus unbekannten Quellen öffnen.

(des)