Trump-Handy zeigt sich mit neuem Design und veränderter Hardware

Noch immer ist unklar, wann das T1 Phone der Trump Organization auf den Markt kommt. Nun gibt es eine neue Webseite, die ein ĂĽberarbeitetes Design zeigt.

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Trump Phone

(Bild: Trump Organisation)

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Die Trump Organization sendet ein Lebenssignal des T1 Phones: Das vor knapp einem Jahr angekündigte Trump-Handy zeigt sich auf einer überarbeiteten Webseite im neuen Design. Die Rückseitenkameras sind nun offenbar nicht mehr im Dreieck angeordnet, sondern sitzen untereinander. Der Schriftzug T1 verschwindet von der Rückseite, stattdessen ist unter der monochromen US-Flagge nun der Schriftzug „Trump Mobile“ zu lesen.

So soll das T1 Phone aussehen – Stand jetzt. Die Trump Organisation behält sich das Recht vor, Design und Hardware noch zu ändern.

(Bild: Trump Organisation)

Das Wichtigste: Die goldene Gehäusefarbe bleibt unangetastet. Änderungen gibt es aber schon wieder bei den gelisteten Spezifikationen. Nachdem das Display laut Datenblatt zwischenzeitlich auf 6,25 Zoll geschrumpft war, wächst es jetzt wieder auf die ursprünglich versprochenen 6,8 Zoll. Den internen Speicherplatz gibt die Trump Organization mit angesichts der Speicherkrise üppigen 512 GByte an, zum Arbeitsspeicher macht sie keine Angaben.

Das Trump-Handy soll mit Android 15 laufen und von einem Snapdragon-7-Prozessor angetrieben werden. Was davon ist final? Sicher kann man sich nicht sein: Die veröffentlichten Bilder dienen nur Illustrationszwecken, schreibt die Trump Organization. Das Aussehen und die Spezifikationen des finalen Produkts könnten davon abweichen. Die Trump Organization ist eine Holding-Gesellschaft für mehrere Geschäfte und Immobilien von US-Präsident Donald Trump.

Auch beim Kernversprechen des Trump-Handys rudert der Hersteller etwas zurück. Ursprünglich wurde das Handy mit dem Argument verkauft, es werde komplett in den USA hergestellt. Auf der Shop-Seite war zwischenzeitlich ein großes Banner mit dem Schriftzug „MADE IN THE USA“ zu sehen gewesen, der entfernt wurde. Später feuerte die Trump Organization mit Formulierungen wie „proudly american“ Nebelkerzen ab. Das Handy sei mit „amerikanischen Werten“ designt worden, hieß es an anderer Stelle. Auf der neuen Webseite schreibt die Trump Organization nun von „American-Proud Design“. Das Handy sei von amerikanischer Innovation geformt, heißt es weiter. Amerikanische Teams hätten dabei geholfen, das Design und die Qualität zu führen.

Dass das Trump Phone tatsächlich in den USA hergestellt wird, galt von Anfang an als ausgeschlossen: Es gibt keine entsprechende Infrastruktur in den USA. Apple lässt die Komponenten für seine Handys unter anderem in Taiwan, China und Indien bauen. Fabriken, Know-how und Arbeitskraft für die Fertigung in den USA aus dem Boden zu stampfen, wäre ein enorm langwieriger Prozess.

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Einen Release-Termin gibt die Trump Organization mittlerweile gar nicht mehr an, nachdem im vergangenen Jahr mehrere Termine geplatzt waren. Auch ein Preis wird nicht genannt. Nach wie vor ist es möglich, sich gegen eine Vorauszahlung von 100 US-Dollar auf eine Warteliste setzen zu lassen.

The Verge konnte sich bereits im Februar versichern, dass das Trump-Handy zumindest nicht nur auf Render-Bildern existiert: In einem Videocall zeigte Firmen-Manager Eric Thomas dem US-Technikmagazin einen Prototyp des T1 Phones, das den nun veröffentlichten Bildern weitgehend entspricht.

(dahe)