DaVinci Resolve 21 bringt Video- und Fotobearbeitung zusammen

Blackmagic Design erweitert seine Videobearbeitung DaVinci Resolve 21 um einen Arbeitsbereich zur Fotobearbeitung und KI-Werkzeuge etwa zur Porträtbearbeitung.

vorlesen Druckansicht 1 Kommentar lesen
DaVinci-Resolve-Oberfläche

Das Videoschnittprogramm DaVinci Resolve 21 bearbeitet auch Fotos.

(Bild: Blackmagic Design)

Lesezeit: 2 Min.
Inhaltsverzeichnis
close notice

This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Das australische Unternehmen Blackmagic Design hat eine neue Version seines Videoschnittprogramms vorgestellt: DaVinci Resolve 21 hat einen Arbeitsbereich zur Fotobearbeitung erhalten und legt einen weiteren Schwerpunkt auf kĂĽnstliche Intelligenz.

Im Fotoarbeitesbereich kann man unter anderem Bilder beschneiden und ausrichten.

(Bild: Blackmagic Design)

Die wohl größte Neuerung ist die Einführung der „Photo Page“. Damit können Nutzer Fotos ohne den Rückgriff auf externe Programme direkt in DaVinci Resolve bearbeiten. Im Fotobereich lassen sich beispielsweise Fotos zuschneiden und Farben korrigieren. Der Hersteller setzt dabei auf Node-gestützte Bearbeitung, die auch beim Color-Grading von Videos zum Einsatz kommt.

Nutzer sollen über Nodes komplexe Anpassungen kombinieren können. Änderungen lassen sich auf ganze Bilderserien anwenden. Über eine LightBox-Ansicht lässt sich das Resultat, angewendet auf ein Fotoalbum, kontrollieren. Auch eine Funktion zum Fotografieren mit angeschlossener Sony- oder Canon-Kamera ist integriert. Zur Unterstützung weiterer Kameras, etwa von Nikon oder Fujifilm machte der Hersteller bisher keine Angaben.

Farben lassen sich ĂĽber Node-gestĂĽtzte Color-Grading-Werkzeuge fĂĽr Bilder und Bilderserien anpassen.

(Bild: Blackmagic Design)

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf KI-Werkzeugen. Blackmagic Design will damit typische Bearbeitungsschritte automatisieren oder verbessern. KI-Werkzeuge helfen beim schnellen Durchsuchen von Medieninhalten. Mit „AI IntelliSearch“ sollen sich Medien nach individuellen Personen und Objekten durchsuchen lassen. Die Ergebnisse erscheinen als Video-Clips im Media Pool.

Ein KI-Sprachgenerator erzeugt aus Text oder kurzen Sprachproben realistisch klingende Stimmen. Über „AI CineFocus“ soll man den Fokus eines Bildes nachträglich festlegen und Tiefenschärfe sowie optische Effekte gezielt steuern können. „AI Slate ID“ erkennt automatisch Klappentafel-Informationen und übernimmt Metadaten, um den Schnittprozess zu beschleunigen.

Eine ganze Reihe Werkzeuge bearbeitet Gesichter: Mit dem „AI Face Age Transformer“ lässt sich das Alter von Personen im Bild anpassen, um etwa zeitliche Sprünge glaubwürdig darzustellen. Der „AI Face Reshaper“ ändert Gesichtszüge in Videos. Ein KI-Werkzeug zur Hautretusche reduziert Hautunreinheiten, ohne die natürliche Hautstruktur zu verlieren.

Videos by heise

DaVinci Resolve 21 ist derzeit als öffentliche Testversion verfügbar. Eine fertige Version soll im Laufe des Jahres 2026 erscheinen. Die Software steht für Windows, macOS und Linux zur Verfügung. Blackmagic Design stellt eine Basisversion kostenlos zum Download bereit. Die vorgestellten KI-Werkzeuge sind in der Studio-Version enthalten. Sie kostet 305 Euro.

Siehe auch:

(akr)