Wachablösung: Meta wird bei Einnahmen aus Onlinewerbung wohl Google überholen

Die Hälfte aller Ausgaben für Onlinewerbung gehen an Meta und Google. Laut einer Analyse wird der Facebook-Konzern in diesem Jahr aber an Google vorbeiziehen.

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Dollar-Scheine auf Tastatur

(Bild: Virrage Images/Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Meta Platforms könnte in diesem Jahr erstmals mehr Geld mit Onlinewerbung einnehmen als Google, während beide US-Konzerne mehr als die Hälfte des globalen Markts unter sich aufteilen. Das zumindest sind die zentralen Ergebnisse einer Analyse des US-Marktforschungsunternehmens Emarketer, laut der Meta „in einem für ein Unternehmen dieser Größe beispiellosen Tempo“ wachsen werde. Insgesamt soll der Facebook- und Instagram-Konzern in diesem Jahr 243,46 Milliarden US-Dollar mit digitaler Werbung einnehmen, für Google würden 239,54 Milliarden erwartet. Mit weitem Abstand werde Amazon auf dem dritten Platz landen, mit 82,07 Milliarden US-Dollar an Einnahmen für digitale Werbung.

Das Wachstum von Meta kommt laut Emarketer nicht aus einer einzigen Quelle, sondern aus verschiedenen Teilen des riesigen Ökosystems. Allein auf Facebook werden demnach in diesem Jahr 16 Prozent der weltweiten Mittel für Onlinewerbung ausgegeben, auf Instagram sind es laut der Analyse 10,5 Prozent. Beide Plattformen machen damit jeweils mehr Geld mit digitaler Werbung als die gesamten Angebote von Amazon, ByteDance, Microsoft, Apple und den anderen großen Internetdiensten. Das Marktforschungsunternehmen schätzt noch, dass auf dem Kurznachrichtendienst Threads schon in diesem Jahr in etwa genauso viel Geld für Werbung ausgegeben wird wie auf X (vormals Twitter). WhatsApp bringt noch einmal die Hälfte davon obendrauf.

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Insgesamt geht Emarketer davon aus, dass die Werbeeinnahmen im Internet auch in den kommenden Jahren weiter stark ansteigen. 2028 wird Meta demnach mehr als 316 Milliarden US-Dollar damit einnehmen, bei Google sollen es 298 Milliarden sein. „Für die überwiegende Mehrheit der Werbetreibenden stellt sich nicht die Frage, ob sie Geld für die Apps von Meta ausgeben sollten – die Frage ist vielmehr, wie viel sie ausgeben sollten“, meint der Analyst Max Willens. Die Analyse wurde demnach vor den jüngsten Gerichtsentscheidungen gegen Meta und YouTube von Google fertiggestellt, aber Emarketer geht nicht davon aus, dass die „erhebliche Auswirkungen“ auf die Zahlen haben werden.

(mho)