Adobe Firefly: KI-Assistent bearbeitet Bilder

Adobe erweitert Firefly um einen KI-Assistenten, der kreative Aufgaben per Texteingabe ausfĂĽhrt. Die Plattform generiert Bilder und Videos mit 30 KI-Modellen.

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Adobe Firefly soll künftig nach Textausgabe Aufgaben wie Porträtretusche ausführen.

(Bild: Adobe)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Adobe hat seine KI-Plattform Firefly erweitert. Ein neuer KI-Assistent automatisiert darin kreative Arbeitsabläufe. Nutzer sollen künftig nicht mehr einzelne Werkzeuge bedienen, sondern nur noch beschreiben, was sie erreichen wollen.

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Der KI-Assistent führt laut Adobe eigenständig mehrere Arbeitsschritte aus, die Nutzer bisher manuell und oft in verschiedenen Programmen erledigen mussten.

Nutzer geben die Aufgabe in natĂĽrlicher Sprache ein. Der Assistent organisiert im Hintergrund Arbeitsschritte etwa zu Bildbearbeitung, Videoschnitt oder Audioanpassung. Dabei soll er auf verschiedene Adobe-Anwendungen wie Photoshop, Premiere Pro, Illustrator oder Lightroom zugreifen.

Der Assistent merkt sich den Kontext eines Projekts und soll frühere Entscheidungen oder Inhalte wieder aufgreifen können. Das mache den Wechsel zwischen Programmen überflüssig und erleichtere den Einstieg, so der Hersteller.

Ein weiteres Beispiel fĂĽr die Arbeit mit KI-Assistenten sind Mock-ups von Grafiken auf Tassen, T-Shirts und Tragebeuteln.

(Bild: Adobe)

Adobe betont, dass die Nutzer die Kontrolle behalten: Der Assistent mache Vorschläge, stelle Rückfragen und ermögliche Eingriffe. So weit ist die Arbeitsweise von Sprachmodellen bekannt.

Der Assistent nutzt Vorlagen fĂĽr typische kreative Aufgaben, die sich nutzerseitig anpassen oder selbst erstellen lassen. Mit der Zeit lerne der Assistent die bevorzugten Werkzeuge, Arbeitsweisen oder visuellen Stile des Nutzers kennen.

Der Assistent erkenne auĂźerdem Bilder, Videos oder Markenmaterialien, um auf deren Grundlage Entscheidungen zu treffen. RĂĽckmeldungen aus Freigabeprozessen lassen sich laut Adobe automatisch umsetzen, was die Abstimmung im Team beschleunigen soll.

Neben dem Assistenten erweitert Adobe auch die Bearbeitungsfunktionen in der Firefly-Web-App. Mit „Precision Flow“ können Nutzer aus einer Eingabe Bildvarianten erzeugen und über einen Regler zwischen kleinen Anpassungen und starken Veränderungen wählen. Mit der Funktion „AI Markup“ lassen sich Änderungen direkt im Bild einzeichnen, etwa um Objekte zu platzieren oder Licht zu verändern. Ergänzt wird dies durch Werkzeuge zur Feinabstimmung von Bilddetails wie Belichtung, Kontrast, Sättigung und Farbtemperatur.

Im Videobereich gibt es Verbesserungen beim Ton: So optimiert die Software automatisch die Sprachqualität, indem sie Hintergrundgeräusche reduziert, Hall entfernt und Dialoge hervorhebt. Nutzer können Belichtung, Kontrast, Sättigung und Farbtemperatur im Videoeditor anpassen.

Die Firefly-App enthält seit einer Weile auch Bearbeitungswerkzeuge. Belichtung, Kontrast, Sättigung und Farbtemperatur lassen sich nun im Videoeditor anpassen.

(Bild: Adobe)

Zudem integriert Adobe seine Stock-Datenbank, aus der man lizenzierte Videos, Bilder und Soundeffekte in Projekte ĂĽbernehmen kann.

Adobe bietet im Rahmen der Firefly-App nicht nur eigene Bild- und Videomodelle an, sondern integriert auch KI von Drittanbietern. Dazu zählen die Bildmodelle von Google, OpenAI, Black Forest Labs und Luma AI sowie die Videomodelle Google Veo 3 und Luma AI Ray3. Die Auswahl umfasst mittlerweile über 30 Modelle. Neu hinzu kommen die Videomodelle Kling 3.0 und Kling 3.0 Omni sowie Runway Gen‑4.5.

Die Video- und Bildwerkzeuge sowie die zusätzlichen KI-Modelle sind ab sofort im Rahmen eines Firefly-Abos zugänglich. Den KI-Assistenten bietet Adobe als öffentliche Testversion in Firefly an.

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(akr)