Trade Republic: Gründer verspricht „besten Kundenservice aller Banken in Europa“

Gegenüber der WirtschaftsWoche verspricht Trade-Republic-Mitgründer Christian Hecker verbesserten Kundendienst. Noch steht er nicht allen Nutzern zur Verfügung.

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Hand hält Handy, auf dem Trade Republic läuft

(Bild: Trade Republic)

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In den sozialen Medien ist es ein Running Gag: Wenn du Probleme mit deinem Trade-Republic-Konto hast, probier es erst gar nicht beim Support – geh lieber direkt zur BaFin. Der Kundendienst beim Neobroker war lange nur als Chat erreichbar, Nutzer wurden oft mit KI-Antworten abgespeist. Das ändert sich nun, erklärt Trade-Republic-Mitgründer Christian Hecker der WirtschaftsWoche.

„Trade Republic will in zwölf Monaten den besten Kundenservice aller Banken in Europa bieten“, sagte Hecker der WirtschaftsWoche. Über Dienstleister beschäftige der Neobroker mittlerweile 1000 Serviceagenten, mehr als dreimal so viele wie bislang. Die Supportmitarbeiter sollen dabei auch telefonisch erreichbar sein. Ziel ist es laut Hecker, dass Kunden innerhalb von 15 Sekunden einen Kundendienst-Mitarbeiter erreichen können.

Laut WirtschaftsWoche hat der Ausbau des Kundendiensts etwa ein halbes Jahr gedauert. Die dafür nötige Infrastruktur und Ausbildung habe sich der Neobroker einen zweistelligen Millionenbetrag kosten lassen. Noch steht der verbesserte Kundendienst nicht allen Usern von Trade Republic zur Verfügung. Kontaktmöglichkeiten zum neuen Support sollen in den kommenden Wochen an die komplette Kundschaft verteilt werden.

Wer bislang Support von Trade Republic brauchte, musste sich zuerst durch zig Menüpunkte in der App wühlen, die teilweise schlicht in Supporteinträgen endeten. Nur auf bestimmten Pfaden durch die verstrickten Supportmenüs konnte man tatsächlich in einem Chat landen, den man in der Regel zuerst mit einer KI führen musste. Mit einem menschlichen Mitarbeiter konnte man nur chatten, wenn man sich im KI-Chat besonders hartnäckig zeigte. Angesichts der großen Summen, die man bei Trade Republic hinterlegen und handeln kann, galt das als große Schwachstelle des Neobrokers. Trade Republic hat eine Vollbanklizenz.

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Laut WirtschaftsWoche ist der Ausbau des Kundenservice Teil einer Transparenzkampagne, in deren Rahmen der Neobroker auch einen Kundenbeirat einführen und verstärkt selbst in den sozialen Medien kommunizieren möchte. Zudem sollen in der App Analysefunktionen und Sicherheitsfeatures ausgebaut werden – unter anderem durch Einführung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung. Mit diesen Features könnte Trade Republic zu Mitbewerbern aufschließen.

(dahe)