Mova steigt mit LumeGret-Speichern in den Solarmarkt ein
Die Dreame-Marke Mova sammelt Solarenergie mit der Batteriespeicherreihe LumeGret und lässt den Saug- und Wischroboter V70 mit langen Roboarmen putzen.
Noch ein Batteriespeicheranbieter mehr: Von Mova kommt ein steckerfertiger, App-gesteuerter Speicher namens LumeGret A4000 mit KI fĂĽrs Lastmanagement.
(Bild: Berti Kolbow-Lehradt)
Die Dreame-Marke Mova steigt in den Solarmarkt ein. Unter dem Namen LumeGret hat sie ein Komplettsystem vorgestellt, bündelt es allerdings nicht mit Panels. Stattdessen besteht es aus Speichern mit eingebauten Wechselrichtern, einer App-Steuerung und einer Integration von Wallboxen für Elektroautos. Eine weitere Möglichkeit, die Energie zu verbrauchen: Saug- und Wischroboter der Marke, von denen das neue Modell V70 Ultra Complete sich durch eine besonders gründliche Reinigung an Kanten und in Ecken hervortun soll.
Speicheralternative zu Anker, EcoFlow und mehr
Der Fokus von Movas System liegt auf Steckerfertigkeit. Die Technik soll innerhalb von 30 Minuten auf einem Balkon ohne Fachhilfe an einem herkömmlichen Stromanschluss installierbar sein. Die Speicher gibt es in zwei Modellvarianten. Das Modell A2000 hat eine Kapazität von 1,92 kWh. Für größere Pläne ist das A4000 mit vier kWh gedacht. Beide Modelle lassen sich um drei Speichereinheiten erweitern und bieten dann im Quartett bis zu zehn oder 20 kWh.
Die maximale Eingangsleistung aus der Richtung der Photovoltaikanlage beträgt 3600 Watt. Der integrierte Wechselrichter kann bis zu 2500 Watt ins Hausnetz einspeisen oder daraus aufnehmen (bidirektionales AC).
Die Speicher konfiguriert man mit der Movahome-App, die auch bei Saug- und Mährobotern der Marke zum Einsatz kommt. Beim Lastmanagement baut die Software trendgemäß auf KI, Mova nennt diese LumeGret Orbit. Mit ihrer Hilfe soll man Elektrofahrzeuge mit bis zu 3,6 Kilowatt laden können, wenn gerade viel und günstiger Strom verfügbar ist.
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Beim größeren Speichermodell A4000 kalkuliert der Hersteller Mova mit einer Lebensdauer von bis zu 20 Jahren, 10.000 Ladezyklen und einer zehnjährigen Garantie. Als Verkaufspreis veranschlagt der Hersteller 1400 Euro. Der Vorverkauf startet Mitte Mai. Ein Lieferdatum nannte Mova nicht. Für das Modell A2000 stehen keine weiteren Details fest.
Laut Mova soll die Marke künftig mehr für Outdoor-Equipment stehen. Als weitere Beispiele neben dem Auffangen von Sonnenenergie nannte sie etwa Outdoorprodukte wie akkubetriebene, händische Gartengeräte oder eine Sprinkleranlage für die automatische Gartenbewässerung.
Saugbot V70: Lange Arme fĂĽr saubere Ecken
Nur drinnen im Einsatz, aber auch ein relevanter Abnehmer für Solarenergie: Saug- und Wischroboter. Um Dreck von Sockelleisten zu wischen und aus Ecken zu fegen, haben viele höherwertige Modelle ausfahrbare Mopp-Arme und Seitenbürsten. Movas neues Vorzeigemodell V70 Ultra Complete macht sich beim „Wettstrecken“ der Branche noch etwas länger.
Der rechte ausfahrbare von insgesamt zwei Tellermops soll bis zu 16 Zentimeter unter dem Unterboden hervorlugen können, um auch den Schmutzfilm in dem kleinen Spalt unter Einbauküchen wegzuwischen. Die Seitenbürste schwenkt an einem Arm bis zu zwölf Zentimeter aus. Damit soll sie etwa Schmutz aus den schmalen Zwischenräumen des Fußkreuzes eines Bürodrehstühls angeln, wo das Robotergehäuse als solches normalerweise nicht hinkommt.
(Bild:Â Berti Kolbow-Lehradt)
Bei den weiteren Leistungsdaten protzt Mova ebenfalls mit hohen Werten. Die Saugkraft soll auf stärkster Stufe mit 40.000 Pascal auch Krümel aus hohen Teppichen ziehen. Die Wischmopps schrubben den Boden mit einem Anpressdruck von 15 Newton. Dieser entspricht dem eines mit durchschnittlichem Enthusiasmus von Menschenhand geschwungenen Feudels.
Die Bodenschwellen, die der V70 überwinden kann, dürfen laut Mova bis zu neun Zentimeter hoch sein. Den eingesammelten Trockenschmutz lädt der Roboter in einer beutellosen Basisstation ab. Das ist noch selten, der Einsatz von Stoffbeuteln bisher die Regel. Der Mova V70 Ultra Complete startet am 12. Mai in den Handel und kostet dann 1400 Euro, was dem bei Luxusputzrobotern üblichen Preisniveau entspricht.
(dahe)