Post zum Freitag: Strom ist teuer und Energiewende nur für Reiche – oder nicht?
Spart man beim Umrüsten auf Solar und Co wirklich Geld – oder fühlt man sich nur "grüner"? Dies und weitere Themen in der Post zum Freitag.
Meine letzte Strom-Jahresabrechnung war ein echter Schlag in die Magengrube. Die Preisentwicklung scheint nur eine Richtung zu kennen. Und die gefällt ja wirklich niemandem… Was mich zusätzlich nervt: Viele Ratschläge zur Energiewende wirken auf mich abgehoben. So als wäre die Energiewende nur was für Leute, die mal eben fünfstellige Beträge übrig haben oder sich bis über beide Ohren verschulden wollen. Und am Ende weiß man nicht einmal, ob es wirklich Geld spart oder ob man sich damit eigentlich nur ein reines Gewissen kauft, weil: „grün und gut“.
(Bild: RWE)
Der Praxisbericht meines Kollegen hat mich deshalb wirklich gepackt. Er hat das Thema mal ohne die übliche Technik-Euphorie betrachtet und bei seiner privaten Wärmepumpe und Co. schlichtweg nachgerechnet, wann und ob es sich lohnt. Sein Fazit: Richtig angegangen, ist die moderne Technik am Ende billiger als die alte. Falls ihr auch eher auf euren Geldbeutel als auf Marketing-Versprechen hört: Lest doch mal gern rein.
Doch bevor man das ganze Haus umkrempelt, kann man natürlich auch erstmal kleiner anfangen: beim Messen. Denn nur wer seinen Verbrauch kennt, kann gezielt Stromfresser entlarven und Kosten senken. Ob mit einem Balkonkraftwerk, einem dynamischen Stromtarif oder einfach nur aus Neugier – die Überwachung des Verbrauchs ist der erste Schritt. Wir haben uns deshalb die verschiedenen Möglichkeiten angeschaut, vom einfachen Lesekopf für den digitalen Zähler bis zum vollwertigen Smart Meter.
Wen jetzt die Euphorie gepackt hat und tiefer in die Materie der Hausautomatisierung einsteigen will, für den haben wir noch einen Leckerbissen: Viele von Ihnen kennen sicher die mächtige Smart-Home-Zentrale Home Assistant. Meist läuft sie auf einem kleinen Einplatinenrechner, während der gute alte Windows-PC außen vor bleibt. Kollege Marvin Strathmann zeigt, wie man den Rechner in Home Assistant integriert. Egal ob als Präsenzmelder oder Steuerzentrale – der Rechner wird so zum richtigen Multitool.
Schauen wir uns nun etwas Klassisches an: Omas handgeschriebene Rezepte. Die Zettel haben über die Jahre wahrscheinlich ziemlich gelitten, die Tinte ist verblasst und die großflächigen, schimmlig anmutenden Soßenflecken sind mittlerweile fester Teil des Designs. Damit diese Schätzchen aber noch viele weitere Jahre überleben, digitalisiert sie ein lokales Vision-LLM. Denny Gille hat dafür einen Python-Workflow gebastelt, der die Handschrift erkennt und automatisch saubere Markdown-Dateien daraus macht. Auf dass Omas phänomenaler Streuselkuchen auch noch weitere 100 Jahre nach traditionellem Familienrezept gebacken wird.
Während der heimische PC also damit beschäftigt ist, die Geheimnisse der besten Bratensoße zu entschlüsseln, übernimmt draußen auch ein weiteres technisches Helferlein: der Mähroboter. Wo früher starre Begrenzungsdrähte und das Zufallsprinzip den Takt angaben, versprechen Luxusmähbots nur das Beste vom Besten. Doch halten die Versprechen von präzisen Schnittkanten und intelligenter Hindernisumfahrung auch in der Praxis stand und sind sie ihr Geld wirklich wert? Lesen Sie rein.
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(mig)