Bezos-Rakete setzt Satellit in falscher Umlaufbahn ab
Bereits zum dritten Mal startete die Schwerlastrakete „New Glenn“ von Amazon-Gründer Bezos. Dabei erreichte sie neue Meilensteine – aber eine Sache ging schief.
(Bild: Screenshot AST Mobile)
Die leistungsstarke Schwerlastrakete „New Glenn“ des Weltraumunternehmens Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos hat bei ihrem dritten Start einen Satelliten in der falschen Umlaufbahn abgesetzt. Die genauen Hintergründe seien vorerst noch unklar, teilte Blue Origin mit. „Wir untersuchen das derzeit und werden ein Update geben, wenn wir detailliertere Informationen haben.“
Die „New Glenn“ war zuvor planmäßig vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet – und das erstmals mit einer zuvor bereits verwendeten Raketenstufe. Diese Raketenstufe landete nach dem Start auch diesmal wieder auf einer Plattform im Atlantik. Der Satellit namens „Blue Bird 7“ sei dann allerdings in einer zu niedrigen Umlaufbahn abgesetzt worden, wie auch der Hersteller AST SpaceMobile bestätigte. Laut dem Unternehmen könne der Satellit nicht in die korrekte Umlaufbahn bewegt werden und soll daher kontrolliert zum Absturz gebracht werden. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Versicherung den Schaden übernimmt. BlueBird 7 ist einer der größten Satelliten im Weltraum und verfügt über eine Antenne mit einer Fläche von 223 Quadratmetern.
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Die „New Glenn“-Rakete hatte es beim Erstflug im Januar 2025 direkt ins All geschafft. Beim zweiten Flug rund zehn Monate später hatte die Rakete zwei Mars-Orbiter der US-Raumfahrtbehörde Nasa ins All gebracht. In Zukunft will Blue Origin mit der „New Glenn“-Rakete dem Unternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk Konkurrenz machen, das aktuell die kommerzielle Raumfahrt dominiert.
Informationen über den Verlust des Satelilten ergänzt.
(afl)