Adobe Summit: KI-Agenten für personalisiertes Marketing

Adobe stellt KI-Software für automatisierte, personalisierte Kundenansprache vor: CX Enterprise soll helfen, Kundenerlebnisse über KI-Agenten zu steuern.

vorlesen Druckansicht

Adobe hat auf seinem Summit in Las Vegas ein KI-System für Marketing und personalisierte Kundenansprache vorgestellt.

(Bild: Adobe)

Lesezeit: 2 Min.
Inhaltsverzeichnis

Auf dem Adobe Summit in Las Vegas hat der Softwarehersteller aus Kalifornien das KI-Agentensystem „CX Enterprise“ für die Adobe Experience Platform (AEP) vorgestellt. Sie soll Marketing und Verkauf mithilfe von KI-Agenten voranbringen.

Die Software soll Unternehmen helfen, verschiedene Aufgaben nicht mehr isoliert zu betrachten, sondern über künstliche Intelligenz miteinander zu verbinden. Das betrifft etwa die Interaktion mit Kunden über Websites, Apps, E-Mail und andere Kontaktpunkte interagieren. Adobe spricht dabei von „Customer Experience Orchestration“.

Adobe folgt den Strategien anderer Hersteller wie Salesforce und ServiceNow und spricht von KI-Agenten, die eigenständig Aufgaben übernehmen sollen – ein Ziel, das andere Hersteller bisher nicht in der versprochenen Form erreicht haben. Die Agenten sollen Marketingkampagnen vorbereiten oder Entscheidungen über die nächste Kundenansprache treffen.

Die Agenten verfolgen dabei gesteckte Ziele und sollen dafür auf Unternehmensdaten zugreifen können. So kann ein Unternehmen beispielsweise festlegen, dass der Umsatz durch Zusatzverkäufe um einen bestimmten Prozentsatz steigen soll. Die KI erstellt daraufhin einen Plan, kombiniert Daten, Zielgruppen und Inhalte und setzt die Maßnahmen nach Freigabe um.

Adobe betont, dass Menschen die Kontrolle behalten. Die Systeme sind darauf ausgelegt, Entscheidungen nachvollziehbar zu machen und Eingriffe zu ermöglichen. Kontrolle ist wichtig, damit KI mit Budgetverantwortung keinen finanziellen Schaden herbeihalluziniert.

Videos by heise

Zwei KI-Modelle sollen die Arbeit der KI steuern. Das „Adobe Brand Intelligence System“ sorgt dafür, dass die generierten Inhalte zur Marke passen. Es lernt aus bestehenden Richtlinien und aus Rückmeldungen, Korrekturen sowie abgelehnten Entwürfen.

Das „Adobe Engagement Intelligence System“ analysiert, welche Maßnahme bei einem Kunden am sinnvollsten ist, etwa welches Angebot oder welche Botschaft voraussichtlich verfängt.

Adobe baut darüber hinaus sein Partnernetzwerk aus und arbeitet dafür mit über 30 KI-Anbietern zusammen. Dazu gehören Plattformen von Amazon, Google, Microsoft und OpenAI.

Die Adobe-Plattform soll künftig in den KI-Systemen Amazon Quick, Google Gemini Enterprise, Microsoft 365 Copilot, ChatGPT Enterprise, Claude Enterprise von Anthropic sowie watsonx Orchestrate von IBM verfügbar sein. Ziel ist es, dass Unternehmen die Adobefunktionen in den KI-Systemen nutzen, die sie ohnehin einsetzen.

Adobe will damit auf ein Problem reagieren: Viele Unternehmen nutzen KI-Systeme, die nicht miteinander kommunizieren. Die neue Plattform soll diese Fragmentierung reduzieren und eine einheitliche Arbeitsweise ermöglichen.

(akr)