Chip-Industrie im Norden: Halbleiter-Experten grĂĽnden Netzwerk

In Norddeutschland sind Hersteller und Forschungseinrichtungen der Chipbranche angesiedelt. Ein neues Netzwerk soll die Zusammenarbeit intensivieren.

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Renderbild eines leuchtenden Chips auf einer Platine

(Bild: Connect world/Shutterstock.com)

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Halbleiterunternehmen und Forschungseinrichtungen aus Hamburg und Schleswig-Holstein gründen ein Netzwerk zur Förderung der regionalen Chipindustrie. Dieses nennt sich Northern Chip Network, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. An dem Netzwerk sind die Unternehmen Nexperia, NXP Semiconductors, Semikron Danfoss, Vishay und X-Fab beteiligt.

Nexperias Hamburger Niederlassung hat seine Wurzeln in NXP beziehungsweise Philips Semiconductors. Seit 2016 gehört Nexperia einem chinesischen Konsortium. Vishay stellt in Norddeutschland etwa MOSFET-Leistungshalbleiter her. Im Kern der Kooperation dürfte die Weiterentwicklung unter anderem von Leistungshalbleitern, Analog- beziehungsweise Mixed-Signal-Schaltungen und mikroelektromechanischen Systemen (MEMS) stehen. NXP entwirft zwar auch moderne Autoprozessoren wie die S32N7-Serie mit 5-Nanometer-Technik, allerdings in Zusammenarbeit mit dem taiwanischen Chipauftragsfertiger TSMC.

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Forschungspartner vom Northern Chip Network sind etwa das Deutsche Elektronen-Synchrotron (Desy), das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie sowie mehrere Hochschulen. „Norddeutschland hat enormes Potenzial im Bereich Mikroelektronik“, sagte die Vorsitzende des Desy-Direktoriums, Beate Heinemann. Der Verein hinter dem Northern Chip Network hat seinen Sitz in Hamburg. Der neue Verein dürfte auch das Ziel haben, die Fördergelder des European Chips Act leichter zugänglich zu machen.

(mma)