Microsoft: Xbox Game Pass wird gĂĽnstiger
Der Xbox Game Pass ist zu teuer geworden, meint Xbox-Chefin Asha Sharma. Sie senkt die Abo-Preise – durch einen Kompromiss, der „Call of Duty“-Fans trifft.
(Bild: Microsoft)
Der Xbox Game Pass wird nach mehreren Preiserhöhungsrunden wieder günstiger: Das Spieleabo wird in seiner Ultimate-Stufe künftig nur noch 21 statt wie zuletzt 27 Euro kosten, teilte Microsoft in einem Blog-Eintrag mit. Der Preis des PC Game Pass fällt von 15 auf 13 Euro im Monat, die anderen Stufen fasst Microsoft nicht an. Die Änderungen sollen ab jetzt gelten.
Im Gegenzug wird Microsoft künftig die neuen „Call of Duty“-Spiele nicht mehr an Tag 1 in den Game Pass integrieren, heißt es im Blog-Eintrag. Stattdessen sollen neue „Call of Duty“-Shooter erst in der Weihnachtssaison nach dem Release zum Game Pass stoßen, also etwa ein Jahr nach dem Release.
Der „Call of Duty“-Kompromiss
Das ist ein nachvollziehbarer Kompromiss: Die jährlich erscheinenden „Call of Duty“-Spiele richten sich an ein breites Publikum, das den Shooter teilweise das ganze Jahr über spielt und währenddessen nicht viele andere Titel entdecken möchte. Für die Hardcore-Fans von „Call of Duty“ war es stets günstiger, das Spiel jedes Jahr einzeln zu kaufen, anstatt dauerhaft den Game Pass zu abonnieren.
Dass die in der Entwicklung recht teuren „Call of Duty“-Spiele am Release-Tag in den Game Pass integriert wurden, mussten derweil viele Abonnenten finanziell mittragen, die an den Shooter-Spielen kein Interesse haben. Wer anstatt des Mehrspieler-Modus nur die Einzelspieler-Kampagnen von „Call of Duty“ spielen möchte, kann das weiterhin tun – muss aber eben ein Jahr lang darauf warten. Bereits in den Game Pass aufgenommene „Call of Duty“-Titel sollen außerdem bleiben.
Selbst für Nutzer, die sowohl den Game Pass Ultimate abonnieren möchten als auch „Call of Duty“ direkt zum Verkaufsstart spielen möchten, ändert sich rechnerisch nicht allzu viel: Durch die Preissenkung im monatlichen Abo spart man 72 Euro jährlich, ein neues „Call of Duty“-Spiel wird in der Regel für 80 Euro verkauft.
Videos by heise
Entscheidung von neuer Xbox-CEO
Die Entscheidung, „Call of Duty“ verspätet in den Game Pass aufzunehmen und im Gegenzug den Preis für das Spieleabo zu senken, beansprucht die neue Xbox-CEO Asha Sharma für sich. Der Game Pass sei in seiner Ultimate-Stufe zu teuer geworden, schreibt Sharma auf X.
Zuletzt hatte Microsoft das Abomodell des Game Pass im vergangenen Oktober umfassend überarbeitet: Damals wurden Preise erhöht, Features wie Cloud Gaming neu verteilt und eine neue Abo-Zwischenstufe eingeführt. Vor der Umstellung zahlte man für ein Ultimate-Abo noch 18 Euro pro Monat. Die Ultimate-Stufe funktioniert geräteübergreifend auf PC und Konsolen und bietet den breitesten Zugang zu neuen Spielen im Spieleabo. Wer nur auf dem PC spielt, fährt mit dem PC Game Pass deutlich günstiger.
(dahe)