Ubiquiti Site Manager: Zentrale Verwaltung für Unternehmensnetze
Ubiquiti führt den Site Manager ein, ein kostenloses Werkzeug zur zentralen Überwachung und Verwaltung von Unternehmensnetzen.
(Bild: Ubiquiti)
- Benjamin Pfister
Ubiquiti möchte seit einiger Zeit Fuß im Enterprise-Umfeld fassen. Die bisherige Managementlösung beschränkte sich auf eine rein standortlokale Verwaltung der Netze. Unternehmen und Behörden wollen ihre Netze zwar segmentieren, sie aber trotzdem zentral überwachen und verwalten. Nun stellt der Hersteller pünktlich zur UniFi World Conference in London den Site Manager vor – ein Werkzeug zum einheitlichen Monitoring und Management von Unternehmensnetzen.
Administratoren fassen ihre gesamte Ubiquiti-Netzwerkinfrastruktur in einer sogenannten Fabric zusammen und definieren Richtlinien zentral – statt sie an jedem Standort einzeln pflegen zu müssen. Nutzer bekommen so an jedem Standort dieselben Netzwerkrichtlinien. Mit sogenannten Blueprints lassen sich bestehende Standortkonfigurationen klonen und auf neue Standorte übertragen. Auch Firewall-Richtlinien definieren Verantwortliche zentral und setzen sie standortübergreifend durch.
Einfache und sichere Administration
Daneben soll der Site Manager Administration und Sicherheit vereinfachen. Der Site Manager setzt auf rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC), um das Least-Privilege-Prinzip umzusetzen. Zudem bringt die Plattform nun ein vereinheitlichtes Nutzermanagement mit und bindet Identity Provider wie Microsoft Entra ID und Google Workspace an. Klassische Verzeichnisdienste wie LDAP und Microsoft Active Directory sind laut Hersteller auf der Roadmap.
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Der Site Manager bietet zudem eine offene API, über die sich laut Hersteller die gesamte Fabric verwalten lässt. Organisationen können den Site Manager so in bestehende Managementsysteme integrieren und Abläufe automatisieren.
Der Site Manager ist kostenfrei nutzbar und ergänzt Ubiquitis wachsende Enterprise-Produktpalette, darunter die Enterprise-Campus-Switches und die E-Serie. Damit positioniert sich der Hersteller als Alternative zu etablierten Anbietern wie Cisco, Aruba, Extreme oder Juniper. Weitere Informationen zum Site Manager finden sich im Blog des Herstellers.
(fo)