Jetpack Compose 1.11 bringt Neuigkeiten fĂĽr Testing, Debugging und Styling
Das UI-Toolkit für Android verändert den Umgang mit Koroutinen, überarbeitet den Trackpad-Support und bringt neue Möglichkeiten für das visuelle Debugging.
(Bild: quietbits / Shutterstock.com)
Google hat sein Android-UI-Toolkit Jetpack Compose mit dem April-Update versehen. Die Version 1.11 bringt Neuerungen unter anderem fĂĽr visuelles Debugging, Trackpad-Support sowie Koroutinen und sie fĂĽhrt einige experimentelle APIs ein.
Updates fĂĽr Koroutinen und visuelles Debugging
Für das Dispatching von Koroutinen in Tests kommt nun ein neues Verhalten standardmäßig zur Anwendung, das seit Version 1.10 per opt-in zur Verfügung stand: Jetpack Compose 1.11 nutzt eine neue API, die StandardTestDispatcher statt UnconfinedTestDispatcher verwendet und die es ermöglicht, Tasks zu queuen statt unmittelbar auszuführen. Auf diese Weise soll das Testverhalten mit dem Verhalten in Produktion übereinstimmen.
Darüber hinaus steht ein neues Tooling für das visuelle Debugging von geteilten Elementen und Modifier.animatedBounds bereit. Entwicklerinnen und Entwickler sollen dadurch einfacher feststellen können, ob ein Übergang anders aussieht als erwartet. Dazu umgeben sie SharedTransitionLayout mit dem Composable LookaheadAnimationVisualDebugging.
Videos by heise
Ăśberarbeiteter Trackpad-Support
Jetpack Compose geht nun anders mit Trackpad-Events um, was unter anderem in Notebooks integrierte, extern mit Tablets nutzbare und virtuelle Trackpads betrifft. Diese Events werden jetzt als PointerType.Mouse-Events behandelt, sodass Maus- und Trackpad-Verhalten besser mit den Erwartungen von Usern ĂĽbereinstimmen. Bislang wurden Trackpad-Events anders als Maus-Events behandelt, sodass etwa das Klicken und Ziehen per Trackpad zum Scrollen fĂĽhrte, statt zu einer Auswahl.
Experimentelle APIs fĂĽr Styling und mehr
Einige experimentelle APIs sind im neuen Release ebenfalls enthalten. So soll die neue Style API eine tiefergehende und vereinfachte Benutzeranpassung visueller Elemente von Komponenten ermöglichen sowie Performanceverbesserungen bringen. Die mediaQuery-API soll derweil eine deklarative und performante Art bieten, um ein User Interface an seine Umgebung anzupassen und dabei Boilerplate-Code minimieren. Für zweidimensionale, komplexe Layouts steht die experimentelle API Grid bereit.
Weitere Informationen zum April-Release von Jetpack Compose bietet der Android Developers Blog von Google.
(mai)