Externe Seagate-Festplatten: Kein Netzteil mehr für bis zu 24 TByte
Seagates Firecuda X Vault und One Touch kommen ohne Netzteil aus. Ein RAID-Speicher verbindet sich per Thunderbolt 5 mit einem Notebook.
(Bild: Seagate)
Seagate stellt zum ersten Mal seit 2016 3,5-Zoll-Festplatten vor, die kein eigenständiges Netzteil benötigen. Den Serien Firecuda X Vault und One Touch genügt ein einzelnes USB-C-Kabel für die Daten- und Stromversorgung mit dem Host, etwa einem Desktop-PC oder Notebook. Ein Novum: Seagate bietet solche netzteillosen Modelle mit Kapazitäten von bis 24 TByte an. Alle Varianten verwenden HDDs mit konventioneller Aufzeichnungstechnik (Conventional Magnetic Recording, CMR).
Die Festplatten laufen ausschließlich an USB-C-Anschlüssen, die mindestens 15 Watt liefern. Mit einem Adapter von USB-C auf USB-A funktionieren die Modelle nicht, da USB-A-Anschlüsse lediglich 4,5 Watt bereitstellen. Interessierte müssen daher darauf achten, was ihre Geräte können.
Netzteillose USB-Festplatten gibt es bislang nur im kleineren 2,5-Zoll-Format und typischerweise mit Kapazitäten bis 6 TByte, um die elektrische Leistungsaufnahme zu beschränken. Seagate wagte 2016 mit der Innov8 schon mal einen Vorstoß, der bis jetzt aber wieder einschlief.
Seagate bietet die One Touch mit Kapazitäten von 8, 16, 20 und 24 TByte an. Die Preisempfehlungen reichen von 250 bis 680 Euro.
Firecuda X Vault mit SSD-Cache
Die Firecuda X Vault vermarktet der Hersteller für Spieler als Speichererweiterung für intern verbaute SSDs. Sie nutzt ein auffälligeres Gehäuse als die One Touch inklusive RGB-Beleuchtung, die Nutzer per Windows Dynamic Lighting einstellen können. Intern dürfte es keine großen Unterschiede geben. Microsoft zertifiziert die Serie für Xbox on PC. Die Firecude X Vault erscheint mit 8 und 20 TByte für 334 beziehungsweise 576 Euro.
(Bild: Seagate)
LaCie 8big Pro 5 mit achtfach RAID
Zusätzlich stellt Seagate das RAID-System LaCie 8big Pro 5 mit acht 3,5-Zoll-Einschüben vor. Es erscheint vorkonfiguriert mit 32, 64, 128, 192 und 256 TByte für Preise zwischen 6360 und 15.008 Euro. Ein RAID-Controller unterstützt die RAID-Konfigurationen 0, 1, 5, 6, 10, 50 und 60 sowie Multi-RAID-Systeme. Alternativ ist ein simpler JBOD-Betrieb („Just a Bunch of Disks“) möglich.
Hier ist ein Netzteil notwendig. Seagate baut es direkt ins Gehäuse; Nutzer müssen das System mit einem Kaltgerätestecker betreiben.
(Bild: Seagate)
Das LaCie 8big Pro 5 dient gleichzeitig als kleiner Thunderbolt-5-Hub. Ein Upstream-USB-C-Anschluss verbindet sich mit dem Host. Ein Notebook, MacBook oder Mini-PC wird direkt mit bis zu 140 Watt geladen. Weitere Thunderbolt-Peripherie lässt sich über zwei Downstream-Anschlüsse (30 Watt) am LaCie 8big Pro 5 verbinden. Ein weiterer USB-C-Anschluss überträgt 20 Gbit/s und 15 Watt.
Seagate will alle Neuvorstellungen über den eigenen Online-Store verkaufen. Händler dürften zeitnah nachziehen.
Die Firecuda X Vault hat keinen SSD-Cache. Wir haben die Meldung entsprechend angepasst.
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