„We are Xbox“: Neue Markenstrategie von Microsofts Gaming-Abteilung

Das neue Xbox-Führungsduo Asha Sharma und Matt Booty hat eine neue Markenstrategie vorgelegt. Unter anderem erwägt das Team, Spiele wieder exklusiv zu machen.

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Xbox-Logo und Buttons vor grünem Hintergrund

(Bild: Natanael Ginting / Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Frustrierte Spieler, mangelnde Präsenz auf dem PC, zu hohe Preise: Die neue Markenstrategie von Microsofts Xbox-Führungsduo Asha Sharma und Matt Booty beginnt mit einer kritischen Bestandsaufnahme. Das Schreiben hat Microsoft an Xbox-Angestellte weltweit geschickt, aber auch frei veröffentlicht. Es soll aufzeigen, wie es mit Microsofts Gaming-Sparte und der Marke Xbox weitergehen soll.

„Das Modell, das uns hierher gebracht hat, wird nicht das sein, das uns voranbringt“, schreiben Sharma und Booty in dem Beitrag mit dem Namen „We are Xbox“. Zum neuen Ziel ruft das Führungsduo eine globale Plattform aus, die Spieler und Creator verbindet – ein Xbox-Ökosystem mit mehr sozialen Features. „Du kannst spielen, wo du willst, und deine Spiele, Fortschritte, Freunde und deine Identität bleiben dir über Konsole, PC, Mobilgeräte und die Cloud hinweg erhalten.“


Das Schreiben besteht nicht nur aus frommen Mission-Statements, sondern lässt auch ein paar konkrete Maßnahmen durchblicken. Erneut verpflichtet sich Microsoft etwa, die kommende Project-Helix-Konsole ernstzunehmen. Die kommende Xbox soll sowohl PC- als auch Konsolenspiele wiedergeben. Das Spieleportfolio will Microsoft ausbauen, gerade auch im Hinblick auf den so lukrativen mobilen Markt und in China, wo Millionen neue Nutzer erreicht werden könnten.

Auf dem Weg dahin soll hinterfragt werden, ob Spieleexklusivität nicht doch der richtige Weg wäre: Microsoft hat vor wenigen Jahren damit begonnen, Eigenproduktionen auch auf die Playstation 5 zu portieren. Das erweitert die Spielerbasis und das Publikum, untergräbt aber potenziell Hardware-Verkaufszahlen der Xbox-Konsole. Auch Sony soll sich laut Bloomberg zuletzt entschieden haben, Einzelspieler-Eigenproduktionen nicht mehr auf den PC zu bringen. Der Trend geht also nach ein paar Jahren der Offenheit zurück zu abgeriegelten Ökosystemen.

Zum Einsatz von KI machen die Xbox-Chefs keine genauen Angaben – die Herangehensweise an KI soll reevaluiert werden, heißt es lediglich. Asha Sharma hat vor ihrer Position als Xbox-Chefin bei Microsofts CoreAI-Abteilung gearbeitet – ein Umstand, der vielen Xbox-Fans Sorgen bereitete.

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Einen Teil der neuen Xbox-Markenstrategie setzt Sharma offenbar schon um: Die Preise für das Spieleabo Game Pass werden nach mehreren Preiserhöhungen gesenkt. Das Angebot sei schlicht zu teuer gewesen, sagte Sharma.

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