SUSE Industrial Edge: IoT-Plattform für die Industrie

SUSE präsentiert sein neues Produkt Industrial Edge, eine IoT-Plattform auf Basis der Losant-Architektur für diverse Industriesektoren.

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Grünes abstraktes Muster mit einem spiralförmigen Element, Logo SUSEcon

(Bild: SUSE)

Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Udo Seidel
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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Nach der Übernahme von Losant im Februar 2026 hat SUSE auf seiner Hauskonferenz SUSEcon erste konkrete Ergebnisse präsentiert: das neue Produkt Industrial Edge. Es baut auf der Architektur von Losant auf und richtet sich an nahezu alle Industriesektoren – vom Transportwesen über Gebäudetechnik und Schifffahrt bis zur Fertigungsindustrie.

Überall dort sammeln Geräte und Sensoren Daten, die ausgewertet werden müssen, um bei Bedarf reagieren zu können. Losant bringt dafür eine fertige Plattform mit: Loadbalancer (Nginx), Nachrichtensysteme (MQTT, RabbitMQ) sowie Datenbanken (MongoDB, TimescaleDB, Redis). Eine weitere Komponente verwaltet und visualisiert Arbeitsabläufe. SUSE bildet künftig das Fundament dieser Bausteine. Erfahrung mit dem Verschlanken von Anwendungen für kleine Geräte hat der Softwarehersteller bereits durch SUSE Edge gesammelt – dort allerdings mit klarem Fokus auf die Telekommunikationsbranche.

Im Gespräch mit iX erläuterte Keith Basil, General Manager Edge bei SUSE, den aktuellen Stand und die Vision hinter SUSE Industrial Edge. Eine zentrale Herausforderung im Internet der Dinge ist die Vielfalt an Protokollen und Spezifikationen, die eine Plattform beherrschen muss, um Daten auszulesen und zu verarbeiten. Diese Entwicklungsarbeit erspart sich SUSE: Die passenden Konnektoren hat Losant bereits implementiert.

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Die Verschmelzung der bestehenden Plattform mit SUSE ist laut Basil nur der Anfang. Sein Ziel ist es, möglichst viele KI-Funktionen in die IoT-Welt zu bringen – genau hier liegt für Losant der Mehrwert der Übernahme, denn SUSE hat die KI-Reise mit eigenen Produkten bereits erfolgreich angetreten. Denkbar wäre etwa, die Arbeitsabläufe in SUSE Industrial Edge durch agentenbasierte KI zu verbessern. Ein weiteres Beispiel: Datenanalysen oder managementtaugliche Kennzahlen ließen sich per Chatbot generieren.

Noch handelt es sich dabei um Zukunftsmusik. Wer mehr über den aktuellen Stand erfahren möchte, findet in den Anwenderberichten von Clark und ITT Ingeniería konkrete Beispiele.

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(fo)