Instagrams „Instants“-App lässt ähnlich wie bei Snapchat Fotos verschwinden
Was einmal im Netz ist, bleibt nicht immer im Netz: Das verspricht die an Snapchat angelehnte Instagram-App „Instants“, die Fotos verschwinden lässt.
Jetzt bloß nicht blinzeln: Bei „Instants, von Instagram“ verschwinden fotografische Peinlichkeiten nach 24 Stunden wieder aus der App des Empfängers.
(Bild: Instagram)
Der Social-Media-Konzern Meta zelebriert die Vergänglichkeit. Eine neue iOS- und Android-App der Tochtergesellschaft trägt den etwas sperrigen Namen „Instants, von Instagram“ und lässt die Fotos ihrer Nutzer nach einer gewissen Zeit verschwinden. Das Prinzip dieses Instagram-Ablegers erinnert an die App Snapchat.
Mit Instants können Nutzer Fotos mit Freunden teilen, die sich beim Empfänger allerdings nur innerhalb von 24 Stunden öffnen oder teilen lassen. Danach verschwindet das Bild für immer, es sei denn, der Empfänger „betrügt“ das System und fertigt anderweitig einen Screenshot an.
Mithilfe einer Bildunterschrift lässt sich Text hinzufügen. So kann man eine spontane Nachricht praktisch mit dem passenden Foto verbinden und einen Moment aus seinem Leben vermitteln. Dabei sind Bilder aus der Smartphone-Galerie tabu. Nur direkt in der App aufgenommene Fotos lassen sich teilen. Ein ähnliches Quicksnap-Feature hatte Meta bereits vorher in der gewöhnlichen Instagram-App getestet. Anders als beim gewöhnlichen Instagram handelt es sich also nicht um Bilder für die Öffentlichkeit, sondern für private Nachrichten. Eine Hilfeseite zum Instants-Feature auf Instagram erklärt das Prinzip bereits im Detail.
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Wie Techcrunch berichtet, wurde die App bereits in Spanien und Italien ausgerollt. Im deutschen Google-Play-Store für Android-Apps konnten wir sie noch nicht herunterladen, sondern nur auf die Wunschliste setzen.
Die Konkurrenz-App Snapchat ist zwar unter jungen Nutzern beliebt, doch ein schwächelndes Werbegeschäft und weltweit drohende Social-Media-Verbote für Teenager bremsen das Nutzerwachstum. Im April 2026 strich der US-amerikanische Betreiber Snap weltweit rund 1.000 Arbeitsplätze sowie 300 offene Stellen.
(jpw)