Geistiges US-Eigentum gestohlen: US-Botschaften sollen vor DeepSeek & Co. warnen

Die US-Regierung macht sich Kritik von KI-Firmen wie Anthropic an der Konkurrenz aus China zu eigen. US-Botschaften sollen vor der Nutzung von DeepSeek warnen.

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Ein schwarzer Handybildschirm in einer Hand, darauf steht in Blau deepseek

(Bild: DIA TV/Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Das US-Außenministerium hat die eigenen Botschaften und Konsulate in aller Welt aufgefordert, in ihren jeweiligen Ländern vor weitverbreiteten Versuchen chinesischer KI-Firmen zu warnen, geistiges Eigentum US-amerikanischer KI-Unternehmen zu stehlen. Das berichtet Reuters unter Berufung auf ein entsprechendes Rundschreiben, in dem unter anderem DeepSeek, Moonshot und MiniMax namentlich genannt würden. Gewarnt werden müsse vor den Risiken der Nutzung von KI-Modellen, die auf proprietären KI-Modellen aus den USA beruhen. Damit würden jetzt auch die Grundlagen für „mögliche Folgemaßnahmen und künftige Kontaktaufnahmen der US-Regierung“ gelegt. Weitere Maßnahmen könnten also folgen. Auch das Weiße Haus hat ähnliche Vorwürfe erhoben.

Mit der Warnung übernimmt die US-Regierung jetzt offenbar Kritik, die KI-Firmen aus den USA schon länger äußern. Zentral ist dabei die sogenannte Destillation. So wird eine Technik genannt, bei der ein weniger leistungsfähiges Modell anhand der Ergebnisse eines leistungsstärkeren Modells trainiert wird. Bei der nicht angeprangerten Variante dieser Trainingsmethode destillierten führende KI-Anbieter routinemäßig ihre eigenen Modelle, um ihren Kunden kleinere und kostengünstigere Versionen zur Verfügung zu stellen. Der Vorwurf ist, dass Konkurrenten damit in einem Bruchteil der Zeit und für viel weniger Geld KI-Produkte entwickeln, die dann für geringe Preise oder kostenfrei in Umlauf gebracht werden. Gleichzeitig würden in den Modellen Sicherheitsvorkehrungen weggelassen.

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Das Telegramm wurde laut Reuters am Freitag verschickt, kurz nachdem DeepSeek eine Vorschau seiner jüngsten KI-Generation in Umlauf gebracht hat. Entwicklungstechnisch liegt sie einige Monate hinter der Konkurrenz aus den USA, gleichzeitig ist sie aber auch wieder deutlich günstiger. Die Warnung des US-Außenministeriums erfolgt nun wenige Wochen vor einer geplanten Reise von US-Präsident Donald Trump nach China. Die Botschaft der Volksrepublik China in den USA hat die Vorwürfe auf Anfrage von Reuters als „haltlos“ zurückgewiesen. Es handle sich um „gezielte Angriffe auf Chinas Entwicklung und Fortschritte in der KI-Branche“.

(mho)