Erst Ausreiseverbot, jetzt Veto: China untersagt Meta die Übernahme von KI-Firma

Meta wollte angeblich zwei Milliarden US-Dollar für das chinesische KI-Start-up Manus bezahlen. Nach einer aufsehenerregenden Prüfung unterbindet China das nun.

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Meta-Logo und -Schriftzug auf Smartphone, das auf Tastatur liegt.

(Bild: JarTee/Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

China untersagt die Übernahme des KI-Start-ups Manus durch den Facebook-Konzern Meta und hat die beteiligten Unternehmen aufgefordert, alle bisherigen Schritte rückgängig zu machen. Das berichtet unter anderem das US-Wirtschaftsmagazin The Information unter Berufung auf Chinas Behörde für die Prüfung von Auslandsinvestitionen. Der Schritt sei im Einklang mit den geltenden Gesetzen und Vorgaben gefallen. In der Mitteilung würde Meta aber nicht namentlich genannt und auch eine Begründung fehle.

Meta erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AP, die Transaktion habe vollständig dem geltenden Recht entsprochen. Damit ist eine aufsehenerregende Prüfung abgeschlossen, in deren Verlauf den Gründern von Manus untersagt wurde, das Land zu verlassen.

Manus wurde in China gegründet, später ist das Start-up aber nach Singapur umgezogen. Das Unternehmen ist für seinen KI-Agenten bekannt, der nach seiner Vorstellung vor einem Jahr für viel Aufsehen gesorgt hat. Bei näherem Hinsehen hat sich die Technik dann aber als langsam, intransparent und ineffizient herausgestellt. Die KI wurde eindeutig für den internationalen Markt entwickelt. Die Ende 2025 angekündigte Übernahme durch Meta war da nur der logische nächste Schritt. Laut Medienberichten wollte Meta für das Start-up zwei Milliarden US-Dollar bezahlen. Nötig war aber eine Zustimmung durch chinesische Behörden, die den Fall dann einer Prüfung unterzogen haben.

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Im Rahmen dieser Überprüfung haben chinesische Behörden dem Manus-CEO Xiao Hong und dem Chefforscher Ji Yichao untersagt, das Land zu verlassen. Wie die Financial Times damals berichtete, wurden sie nach Peking zu einem Treffen in der für die Prüfung zuständigen Kommission beordert. Dabei seien sie zu möglichen Verstößen gegen die Regeln für ausländische Direktinvestitionen befragt worden. Ermittlungen wurden damals aber nicht eingeleitet und den beiden wurde gestattet, sich frei in China zu bewegen. Schon dieses Vorgehen hatte bei vielen chinesischen Start-ups für Irritation gesorgt, schreibt The Information. Die Verhinderung der Übernahme dürfte die Befürchtungen vertiefen, dass Chinas Wettbewerbsbehörden einen populären „Ausstiegsweg“ für Start-ups künftig verhindern.

(mho)