Linux-Distribution CachyOS mit neuer Software-Verwaltung
Das April-Release von CachyOS bringt den grafischen Paketmanager Shelly und bessere Hardwareerkennung mit. Für Privatsphäre sorgen verschlüsselte DNS-Anfragen.
(Bild: heise medien)
FĂĽr sein drittes Release in diesem Jahr hat das CachyOS-Team den Installer der Linux-Distribution ĂĽberarbeitet. Als neues Tool zur Software-Verwaltung wird Shelly vorinstalliert. Bei der Desktopauswahl ist der Wayland-Compositor MangoWM mit Dank Material Shell (DMS) hinzugekommen; nicht mehr in der Liste ist hingegen der UKUI-Desktop.
Das Hardware-Tool chwd konfiguriert nun bei der Installation automatisch den Fingerabdrucksensor so, dass er zur Authentifizierung mit sudo genutzt werden kann. Bei der Hardwareerkennung sollen auĂźerdem bestimmte Intel-CPUs genauer erkannt werden und so ihre Energiesparoptionen besser funktionieren.
Der Bootloader Grub sucht mit der standardmäßig angeschalteten Option „os-prober“ nun ohne weiteres Zutun nach bereits installierten Betriebssystemen, um sie in den Bootloader einzubinden. Direkt nach der Installation wird außerdem ein Snapshot des Systems angefertigt, zu dem man jederzeit zurückkehren kann.
Neben dem Installer wurde auch der CachyOS-Hello-Dialog überarbeitet. Nach der Installation findet sich dort eine Schaltfläche, um DNS-over-HTTPS (DoH) via blocky zu konfigurieren. Das soll mit verschlüsselten DNS-Anfragen für mehr Privatsphäre sorgen. Die neu gestaltete DNS-Seite hilft dabei, den schnellsten Server zu finden oder eigene hinzuzufügen. Hinzugekommen ist außerdem eine Schaltfläche für VRAM-Management, um Grafikspeicher in AMD- und Intel-GPUs zu optimieren. Für NVMe-SSDs nutzt CachyOS jetzt standardmäßig statt none den I/O-Scheduler kyber. Das soll bei gemischter Last für ein reaktionsschnelleres System sorgen.
Software verwalten mit Shelly
Mit diesem Release ersetzt CachyOS das Tool Octopi durch Shelly. Das neue grafische Werkzeug zur Software-Installation ist ein Paketmanager für auf Arch Linux basierende Systeme. Mit Shelly will Zoey Bauer eine bedienfreundliche Alternative zu pacman und Octopi mit einer modernen GTK4-Oberfläche bereitstellen. Auch via Kommandozeile lässt es sich bedienen. Shelly ist kein pacman-Wrapper, sondern interagiert direkt mit der Bibliothek libalpm für schnelle Paketverwaltung. Das Tool zeigt die News der Arch-Linux-Website an und verwaltet Pakete aus den Repositories, installiert Software via AUR sowie als Flatpaks und AppImages. Die letzten drei lassen sich beim ersten Start per Häkchen aktivieren.
Bestehende Systeme können den Paketmanager mit sudo pacman -S shelly nachrüsten.
Aktueller Unterbau
Das neue CachyOS-Installationsimage bringt erneut ein Live-System mit KDE Plasma, den aktuellen Kernel 7.0 und viele Fehlerkorrekturen mit, die die Release Notes detaillierter auflisten. Als Rolling Release liefert die Distribution alle Updates via Paketmanager aus, ein gesondertes Upgrade ist nicht nötig. Wer das System bereits installiert hat, dürfte schon auf dem neuesten Stand sein. Die Distribution stellt ISO-Dateien für Desktop-PCs und Gaming-Handhelds zum Download bereit. Mehr über die Linux-Distribution CachyOS lesen Sie im Artikel „CachyOS 2026.01: Performantes Arch Linux für PCs und Gaming im Test“ auf heise+.
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(lmd)