Visual Studio 2026 erhält Cloud-Agenten-Integration

Dank Cloud-Agenten lassen sich Remote-Coding-Sessions nun aus der IDE heraus starten, und die Code-Editierungswerkzeuge fĂĽr C++ sind allgemein verfĂĽgbar.

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Menschliche Hand berührt eine andere stilisierte aus binärem Code

(Bild: Wit Olszewski / Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Microsoft hat seine Entwicklungsumgebung Visual Studio 2026 mit dem April-Update versehen, das die Cloud-Agenten-Integration einfĂĽhrt. Weitere Updates betreffen die C++-Entwicklung, benutzerdefinierte Agenten und die Verwendung von IntelliSense.

Im neuen Release können Visual-Studio-User neue Remote-Coding-Sessions direkt aus der Entwicklungsumgebung heraus starten. Dazu wählen sie Cloud aus dem Agenten-Picker im Chatfenster und spezifizieren ihre Anforderungen. Daraufhin beginnt der Workflow mit der Rückfrage um Erlaubnis, ein Issue im Repository anlegen zu dürfen, und der Cloud-Agent bereitet einen entsprechenden Pull Request vor. Währenddessen können Nutzerinnen und Nutzer weiter in Visual Studio arbeiten oder die IDE schließen. Sie erhalten eine Benachrichtigung, sobald der Pull Request bereit zur Ansicht ist.

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Cloud-Agenten laufen auf Remote-Infrastruktur und sollen eine skalierbare, isolierte Ausführung ermöglichen. Dahinter steht GitHub Copilot, sodass sich die Nutzerinnen und Nutzer in einem GitHub-Repository befinden müssen, in dem Copilot die Befugnis zum Erstellen von Issues besitzt.

Seit dem März-Update lassen sich zudem in Visual Studio benutzerdefinierte Agenten mit Repository-basierten .agent.md-Dateien erstellen. Nun wurde diese Funktion um User-Level-Agenten erweitert, die sich über unterschiedliche Projekte hinweg nutzen lassen. Sie werden standardmäßig in %USERPROFILE%/.github/agents/ gespeichert.

Die C++-Codeeditierungs-Tools für GitHub Copilot sind nun allgemein verfügbar. Das ermöglicht es dem Copiloten, mit Class-Inheritance-Hierarchien umzugehen und beim Refaktorieren oder Modifizieren von Code Function-Call-Ketten zu folgen. Hierzu müssen Entwicklerinnen und Entwickler ein C++-Projekt mit konfiguriertem IntelliSense öffnen und die C++-Tools im Copilot-Chat aktivieren:

Aktivierung der C++-Tools in Visual Studio: get_symbol_call_hierarchy und get_symbol_class_hierarchy.

(Bild: Microsoft)

Ein weiteres Update betrifft die allgemeine Verwendung des Codevervollständigungs-Tools IntelliSense. Bisher konnten User sowohl die Vorschläge von IntelliSense als auch von Copilot gleichzeitig sehen, was laut Feedback ablenkend sein konnte. Daher priorisiert der Editor nun die IntelliSense-Vervollständigungsliste und unterdrückt Copilot-Vorschläge. Nach dem Annehmen oder Ablehnen der IntelliSense-Auswahl erscheinen automatisch die Copilot-Vorschläge.

Alle weiteren Informationen zum neuen Visual-Studio-Update bietet Microsofts Entwicklerblog.

Siehe auch:

(mai)