Deutscher Computerspielpreis: „The Darkest Files“ ist das beste Spiel
„The Darkest Files“ wurde beim Deutschen Computerspielpreis 2026 als bestes Spiel ausgezeichnet. Man spielt eine Anwältin, die Nazi-Verbrechen aufklärt.
(Bild: Paintbucket Games)
Das Berliner Studio Paintbucket Games hat mit „The Darkest Files“ den Hauptpreis beim Deutschen Computerspielpreis 2026 gewonnen. „The Darkest Files“ ist ein Detektiv-Spiel, in dem man als Anwältin Nazi-Verbrechen aufklärt. Als Vorlage der Geschichte diente die Arbeit von Staatsanwalt Fritz Bauer, der mit seinem Team unter anderem zur Ergreifung des Holocaust-Organisators Adolf Eichmann beitrug. Im Spiel ist die Protagonistin Teil seines Teams. Spielerisch ähnelt das der „Ace Attorney“-Reihe: Spieler sammeln Beweise und befragen Zeugen, um dann vor Gericht Täter zu überführen.
In der Hauptkategorie des Deutschen Computerspielpreises setzte sich „The Darkest Files“ gegen zwei weitere Nominierte durch: das Cozy Game „Tiny Bookshop“, das im Dezember den Deutschen Entwicklerpreis gewann, und Ubisofts Aufbaustrategiespiel „Anno 117“. Neben dem Hauptpreis, der mit 100.000 Euro dotiert ist, gewann „The Darkest Files“ auch den Preis als bestes Serious Game mit einem Preisgeld von 40.000 Euro.
Auch „Tiny Bookshop“ und „Anno 117“ gingen nicht leer aus. „Tiny Bookshop“ wurde als bestes Debüt ausgezeichnet, „Anno 117“ überzeugte die Jury in der Kategorie „Beste Innovation und Technologie“. Für Ubisoft dürfte es eine Enttäuschung sein, den Hauptpreis verpasst zu haben – der Vorgänger „Anno 1800“ konnte ihn 2020 noch gewinnen.
Feuerwehrsimulationen und Puzzle-Roguelike
Als bestes Studio wurde das Team von Weltenbauer Software aus Wiesbaden ausgezeichnet, das sein Geld mit Feuerwehr- und Bausimulationen verdient. Zum besten Mobilspiel des vergangenen Jahres wurde „MicroMacro: Downtown Detective“ gekürt.
Einen äußerst erfolgreichen Abend hatte das Indie-Spiel „The Berlin Apartment“, das anhand der Geschichte einer Berliner Altbauwohnung den deutschen Zeitgeist über ein Jahrhundert nachzeichnet: Es gewann die Preise für das beste Grafikdesign und die beste Story – zusammen ein Preisgeld von 80.000 Euro für das Berliner Studio Blue Backpack. Den undotierten Preis für das beste internationale Spiel gewann das Puzzle-Roguelike „Blue Prince“.
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Den Deutschen Computerspielpreis gibt es seit 2009. Er wird vom Branchenverband game gemeinsam mit dem Bundesministerium für Technologie, Forschung und Raumfahrt verliehen, die Jury besteht unter anderem aus Journalisten sowie Vertretern der Spielebranche. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 800.000 Euro ausgezahlt. Im vergangenen Jahr hat das erfolgreiche Survival-Spiel „Enshrouded“ den Hauptpreis gewonnen.
(dahe)