Starlink fĂĽrs Smartphone: T-Mobile sieht unerwartet geringe Nutzung
SpaceX hat die Kundenzahl von Starlink zwei Jahre infolge verdoppeln können, berichtet ein US-Magazin. Derweil sieht T-Mobile unerwartet geringes Interesse.
(Bild: Juan Alejandro Bernal/ Shutterstock.com)
Bei T-Mobile wird die Satellitenanbindung herkömmlicher Smartphones über Starlink viel seltener benutzt, als man bei dem US-Provider erwartet hat. Das hat der CEO von T-Mobile anlässlich der Vorstellung der jüngsten Geschäftszahlen eingestanden, aber gleichzeitig versichert, dass es sich um ein „tolles Ergänzungsprodukt“ handle. Genutzt werde die Satellitenanbindung primär in Nationalparks und man gehe davon aus, dass sich die Technik mehr und mehr zu einer Standardfunktion entwickeln werde. Bei T-Mobile bezahlt man für die Funktion 10 US-Dollar extra im Monat, im Gegenzug kann man auch abseits des Mobilfunknetzes Textnachrichten verschicken und empfangen, den Standort weitergeben, Notrufe absetzen und über Google Messages gar Fotos und Sprachnachrichten.
Jährliche Verdoppelung der Nutzerzahl
Starlink wird seit 2019 von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX aufgebaut. Über 10.000 Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn ermöglichen auf allen Kontinenten schnelle Internetverbindungen – unabhängig von der jeweils vorhandenen Netzinfrastruktur. Laut internen Informationen, die das Branchenmagazin The Information eingesehen hat, hatte Starlink Ende 2025 insgesamt 8,9 Millionen individuelle Kundinnen und Kunden, mehr als doppelt so viele wie ein Jahr zuvor und fast viermal so viele wie 2023. Gleichzeitig sei der Umsatz, den der Dienst pro bezahltem Abo gemacht hat, auf 81 US-Dollar im Monat gefallen. Das liege vorrangig an der Einführung günstigerer Optionen und der Expansion in Märkte, in denen der Dienst schon von Anfang an für geringere Preise verfügbar gemacht wird.
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SpaceX bereitet derzeit einen historischen Börsengang vor, dafür wurde das Raumfahrtunternehmen mit der KI- und Social-Media-Firma xAI fusioniert, die ebenfalls Elon Musk gehört. Vor zwei Wochen hat The Information unter Berufung auf Börsendokumente berichtet, dass das so entstandene Unternehmen einen Großteil seines Umsatzes und sogar mehr als seinen gesamten bereinigten Gewinn mit dem Satelliteninternet Starlink macht. In dem Prospekt, den das US-Magazin jetzt eingesehen hat, kündigt SpaceX demnach an, dass der Umsatz pro Nutzer oder Nutzerin in den kommenden Jahren weiter fallen dürfte. Wegen der großen Bedeutung von Starlink für das Geschäft von SpaceX dürften diese Zahlen vor dem Börsengang mit großem Interesse begutachtet werden.
(mho)