Proxmox Backup Server 4.2 mit Linux-Kernel 7.0 und S3-Storage-Support
Mit Version 4.2 des Proxmox Backup Servers lassen sich unter anderem Pull-/Push-Sync-Jobs serverseitig ver- und entschlĂĽsseln sowie parallel abarbeiten.
(Bild: Proxmox)
- Michael Plura
Die in Wien ansässige Proxmox Server Solutions GmbH hat den Proxmox Backup Server 4.2 freigegeben. Die Open-Source-Backuplösung basiert wie auch die Virtualisierungsplattform PVE 9.1 auf Debian GNU/Linux „Trixie“. Der Backup Server verwendet Trixie 13.4 mit einem Linux-Kernel 7.0 sowie ZFS 2.4.1.
Backup-Gruppen und Namespaces können nun an andere Speicherorte innerhalb desselben Datastores verschoben werden. Dadurch können Benutzer bestehende Backups neu organisieren und gleichzeitig die Datenkonsistenz gewährleisten. Das optionale Sperren von Gruppen hilft dabei, die Datenkonsistenz während des gesamten Vorgangs sicherzustellen.
Mehrere Pull- und Push-Aufträge parallel
Push-Synchronisierungsaufträge können nun so konfiguriert werden, dass Snapshots vor dem Senden an Remote-Datenspeicher verschlüsselt werden. Dies kann beispielsweise genutzt werden, um Snapshots an Proxmox Backup Server-Instanzen an weniger vertrauenswürdigen Standorten außerhalb des Unternehmens zu übertragen – wobei Vorsicht gelten sollte. Pull-Synchronisierungsaufträge können so konfiguriert werden, dass sie auf dem Remote-Server verschlüsselte Snapshots automatisch entschlüsseln. Pull- und Push-Synchronisierungsaufträge können über die neue Eigenschaft „worker-threads“ parallel verarbeitet werden.
S3-kompatible Objektspeicher nun offizielles Backup-Storage-Backend
Die Verwendung von S3-kompatiblen Objektspeichern als Backend für den Backup-Speicher hat die Technologie-Vorschau-Phase abgeschlossen und wird nun offiziell einschließlich „request statistics“ und „notification thresholds“ unterstützt.
S3-basierte Datenspeicher können die Anzahl der „request counts“ und den Datenverkehr erfassen, um tiefere Einblicke in den Betrieb und eine bessere Überwachung zu ermöglichen. Das ist wichtig, um benachrichtigt zu werden, wenn der Datenverkehr Schwellenwerte überschreitet.
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Zusätzlich gibt es viele kleine Verbesserungen im Web-GUI, aktualisierte Übersetzungen, eine Unterstützung für bis zu 256 Bandlaufwerke pro Wechsler und die Möglichkeit, PXE- und iPXE-kompatible ISO-Images für eine automatische Installation zu erstellen.
VerfĂĽgbarkeit, Preise und Support
Alle Änderungen des Proxmox Backup Servers 4.2 finden sich in der Roadmap, ein ISO-Image für die Installation steht kostenlos auf der Download-Seite des Herstellers zur Verfügung.
Für Unternehmen stellt die Proxmox Server Solutions GmbH Enterprise-Support in Form von Abonnement-Modellen bereit. Die Abonnements sind ab 560 Euro pro Server und Jahr erhältlich und beinhalten unbegrenzten Backup-Speicher sowie eine uneingeschränkte Anzahl an Backup-Clients. Darüber hinaus umfasst ein Abonnement den Zugang zum stabilen Enterprise-Repository mit regelmäßigen Updates über das Webinterface sowie zertifizierten technischen Support.
(axk)