Valve: Steam Controller direkt zum Marktstart ausverkauft

Am Montagabend kam Valves Steam Controller auf den Markt. Wer ihn kaufen wollte, brauchte Glück und Geduld – die Server kamen mit dem Ansturm nicht zurecht.

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Steam Controller

(Bild: Valve)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Bei Valve gehört es mittlerweile zum guten Ton: Bei neuen Hardware-Veröffentlichungen müssen die Server in die Knie gehen. Was beim Steam Deck vor einigen Jahren passiert ist, ließ sich nun auch beim Steam Controller beobachten. Nachdem er am Montagabend in den Verkauf gestartet war, kam es mutmaßlich wegen hoher Nachfrage zu massiven Störungen im Steam Store.

Am heutigen Dienstag ist der Steam Controller ausverkauft. Wer am Montagabend fleißig auf den „Weiter“-Knopf im Store gehämmert hat, die Seite zum richtigen Zeitpunkt neu geladen hat oder einfach Glück hatte, konnte das neue Steam-Gamepad bestellen – viele andere dürften daran gescheitert sein. Aktuell wird der Controller als „Nicht vorrätig“ gelistet. Es ist unklar, wie viele Geräte Valve in Deutschland überhaupt im Sortiment hatte. Laut Medienberichten waren die Steam Controller im US-Heimatmarkt von Valve aber ebenfalls schnell ausverkauft.

Das US-Spielemagazin PCGamer berichtet etwa von Scalpern, die einen Steam Controller jetzt zu Preisen von bis zu 300 US-Dollar anbieten – bei einem Kaufpreis von 100 Euro. Auch in Deutschland lässt sich das Phänomen beobachten: Auf Kleinanzeigen gibt es einige Nutzer, die vorbestellte Steam Controller anbieten. Die aufgerufenen Preise reichen dabei von 150 bis 380 Euro.

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Der Steam Controller ist das erste und bisher einzige Produkt aus Valves neuer Hardware-Linie, das auf den Markt kommt. Die VR-Brille Steam Frame und der SteamOS-PC Steam Machine haben aktuell keinen festen Release-Termin. Beide Geräte wurden wegen der Speicherkrise mehrfach nach hinten geschoben: Sie erschwert es Herstellern, überhaupt an Hardware-Komponenten für den Bau von PCs und Konsolen zu kommen. Die zu zahlenden Preise sind außerdem außerordentlich hoch und bringen große Unwägbarkeiten mit sich. Noch hat Valve keine Preise für Steam Machine und Steam Frame angekündigt.

Das US-Technikmagazin The Verge berichtet derweil auf Basis von Import-Unterlagen, dass Valve zuletzt die Einfuhr von „Spielkonsolen“ gesteigert hat. Dabei könne es sich um die Steam Machine handeln. Allerdings wird auch Valves Handheld-PC Steam Deck auf diesen Import-Dokumenten als Spielkonsole gelistet. Es ist also nicht gesichert, dass es sich bei den neuen Einfuhren tatsächlich schon um die Steam Machine handelt. (dahe)