„Star Wars“: Bastler baut C-3PO-KI-Kopf mit Raspberry Pi
So mancher „Star Wars“-Fan würde wohl gerne mal mit dem Protokolldroiden C-3PO sprechen. Der Student Samuel Potozkin hat sich diesen Traum erfüllt.
Der Bastler Samuel Potozkin zeigt den KI-Droidenkopf, der C-3PO aus „Star Wars“ nachempfunden ist.
(Bild: Samuel Potozkin / Screenshot)
Der Student und Bastler Sam Potozkin hat mittels 3D-Druck und einer Künstlichen Intelligenz (KI) auf einem Raspberry Pi 5 den Kopf des Protokolldroiden C-3PO aus „Star Wars“ nachgebaut. Menschen können mit dem Droidenkopf interagieren und ihm etwa Fragen stellen, die er dann mithilfe eines Large Language Models (LLM) beantwortet. Die nötige Anleitung für den Nachbau ist auf GitHub verfügbar.
Zunächst druckte Potozkin den Kopf von C-3PO aus einer 3D-Vorlage mit einem Prusa Core One 3D-Drucker aus. Der Kopf benötigte allerdings noch einige Nacharbeiten durch Handschleifen der Oberfläche, bevor die Grundierung aufgebracht werden konnte. Danach folgten mehrere Schichten Alclad II Chromelack, um die „naturgetreue“ Goldoberfläche zu erzielen, darüber kam dann noch eine gelb-orange Farbe und ein 2K-Harz zur Versiegelung.
Zugriff auf LLM
Kernstück der Elektronik des Roboters bildet ein Raspberry-Pi-5-Einplatinencomputer, der die Spracheingabe über Mikrofone aufnimmt, die Reaktion mittels KI aufbereitet und mit der Stimme des „Star Wars“-Droiden über einen Körperschallwandler ausgibt.
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Zur Erfassung der Sprache verwendet der Bastler ein Whisper-basiertes Spracherkennungssystem. Die Spracheingaben werden in Text umgewandelt und an das LLM von OpenAI weitergeleitet, das entsprechende Reaktionen und Antworten generiert. Im Standard-Set-up greift das System über eine API auf Cloud-Dienste von OpenAI und ElevenLabs zurück, heißt es von Potozkin in dem Projektvideo auf Youtube. Die Reaktionen und Antworten orientieren sich weitgehend an der ängstlich formellen Art, die C-3PO in „Star Wars“ an den Tag legt. Zur Sprachausgabe nutzt Potozkin eine Sprachsynthese, die der Stimme von Anthony Daniels, der Originalstimme des Droiden in „Star Wars“, nachempfunden ist.
Die Sprachausgabe erfolgt über einen Exciter, einen Körperschallwandler, der über Vibrationen Schallwellen erzeugt, die über den Kopf abgegeben werden. Dadurch ergibt sich das leicht blechern wirkende Klangbild der Stimme des Kopfes von C-3PO.
Der Droidenkopf kann mit Personen interagieren, reagiert auf gesprochene Worte und gibt Antworten auf Fragen. Das dauert jedoch einige Sekunden.
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Wer mag, kann den C-3PO-Kopf nachbauen. Potozkin stellt auf GitHub die nötigen 3D-Druckdateien für den Kopf sowie den kompletten Code bereit. In dem Repository hat Potozkin auch das ausführliche Paper „Threepio: From Intelligence to Interaction in Embodied AI Systems“ (PDF) zur Erklärung veröffentlicht.
(olb)