Seit 1987 weiterentwickelt: Großes Update für Spiele-Oldie „NetHack“

Seit 1987 kann man in „NetHack“ immer neue Dungeons erkunden. Fast 40 Jahre später gibt es jetzt wieder ein großes Update für den enorm umfangreichen Titel.

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Eine pixelige Dartsllung eines Dungeons mit zahlreichen Figuren

„NetHack“ mit einer grafischen Oberfläche

(Bild: Stanisław Burghardt, NetHack)

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Mit „NetHack“ hat eines der ältesten immer noch aktiv entwickelten Computerspiele ein weiteres großes Update erhalten, von Version 3.6.7 geht es damit direkt auf 5.0.0. Das Update nimmt nicht nur Bugfixes vor, sondern bringt auch zahlreiche Änderungen am Spiel selbst – insgesamt sprechen die Verantwortlichen von mehr als 3100 Modifikationen am Code. Alle lassen sich einsehen.

Das Team warnt jedoch, dass einige der Einträge – vor allem zu neuen Funktionen – Spoiler enthalten könnten. Außerdem laufen bisherige Spielstände nach dem Update nicht mehr.

„NetHack“ gibt es seit 1987, die erste freigegebene Version war eine deutliche Weiterentwicklung des 1984 veröffentlichten Spiels „Hack“, das sich wiederum stark am vier Jahre älteren „Rogue“ orientierte. Danach erschienen Updates in unregelmäßigen Abständen, teils mit mehr als zehn Jahren Pause. Nach dem jüngsten großen Update auf Version 3.6.0 erschienen mehrere kleinere Updates, die vor allem Fehler behoben. Das aktuelle Update verbessert unter anderem die generelle Architektur der Software.

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„NetHack“ ist ein textbasiertes Rollenspiel, dessen „Grafik“ anfangs aus ASCII-Zeichen bestand. Das Spiel läuft aber inzwischen auf unterschiedlichsten Plattformen, längst auch mit grafischen Oberflächen, die viele Spieler bevorzugen. Mit einem zuvor angepassten Charakter erkundet man einen immer wieder neu generierten Dungeon auf der Suche nach dem Amulett von Yendor, das der böse Moloch gestohlen hat. Dabei geht es explizit nicht darum, alles und jeden zu töten, sondern die Erkundung. Bekannt ist „NetHack“ hauptsächlich für seinen enormen Umfang, den Humor und dafür, dass das Spiel auf jede denkbare Spielsituation vorbereitet zu sein scheint. Es gibt einen umfangreichen „Reiseführer“, der für das aktuelle Update angepasst wurde.

(mho)