US-Router- und Drohnenimportverbot: FCC erlaubt Updates nun doch bis 2029

Die FCC hat den Import von Drohnen und Routern verboten, auch Updates sollten nicht mehr lange möglich sein. Zumindest diese Frist wurde nun aber verlängert.

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Router, der aussieht, als ob er einem Außerirdischen gehört. Hintergrund ist Lila.

(Bild: Evgeny Ostroushko/Shutterstock.com)

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Die US-Kommunikationsaufsicht FCC erlaubt nun doch, dass vom Routerverbot und dem Importverbot für Drohnen betroffene Geräte bis zum 1. Januar 2029 Software- und Firmware-Updates erhalten dürfen, „die Schäden für US-Verbraucher abmindern“. Das hat die Federal Communications Commission jetzt mitgeteilt, ohne für die Änderung eine konkrete Begründung zu nennen. Ende April hatte aber der Elektronikverband CTA (Consumer Technology Association) in einem Brief an die FCC vorgeschlagen, eine längere Versorgung der betroffenen Geräte mit Updates zu erlauben. Damit solle verhindert werden, dass in Privathaushalten und bei Unternehmen Technik im Einsatz ist, die von den Herstellern nicht mehr unterstützt werden kann.

Die Änderung ist die jüngste Wendung nach dem Ende März überraschend verhängten Routerverbot. Damals hat die FCC erklärt, ab sofort keine neuen Router für den Verbrauchermarkt zuzulassen, sofern diese nicht in den USA hergestellt wurden. Solche Router gibt es aber nicht, weshalb es sich de facto um ein umfassendes Routerverbot gehandelt hat. Bereits genehmigte Routermodelle durften zwar weiterhin verkauft und vorhandene Exemplare weiter genutzt werden. Sie sollten aber nur noch bis zum 1. März 2027 Sicherheitsupdates bekommen. Als Begründung hatte die FCC behauptet, die Geräte stellten ein „inakzeptables Risiko für die nationale Sicherheit“ dar. Später hatte sich Netgear eine Ausnahmegenehmigung gesichert, obwohl die nötigen Voraussetzungen nicht erfüllt wurden.

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Schon im Dezember hatte die FCC faktisch den Import bestimmter neuer ausländischer Drohnen untersagt. Die Zulassungsbehörde setzte damals verschiedene Flugdrohnen und Flugdrohnenteile ausländischer Drohnenhersteller, darunter von DJI und dem chinesischen Mitbewerber Autel, auf eine „Covered List“, eine schwarze Liste mit Kommunikationsprodukten und -diensten, die „ein inakzeptables Risiko“ für die nationale Sicherheit der USA darstellen. Die gelisteten Drohnen dürfen nicht mehr in den USA betrieben und deshalb nicht mehr eingeführt werden. Auch für diese Geräte dürfen die Hersteller nun aber zumindest länger Updates bereitstellen.

(mho)