Nintendo-Aktie stĂĽrzt nach schwachem Ausblick weiter ab

Mit einer Preiserhöhung der Switch 2 will Nintendo gestiegene Speicherkosten kompensieren. Der Ausblick fällt daher schwach aus, der Aktienkurs sinkt.

vorlesen Druckansicht 1 Kommentar lesen
Nintendo Switch 2 vor rotem Hintergrund

(Bild: Nintendo)

Lesezeit: 2 Min.
close notice

This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Nach Ankündigung der Geschäftszahlen Ende der vergangenen Woche ist Nintendos Aktienkurs um über 7 Prozent abgestürzt. Damit setzt das Unternehmen seinen Abwärtstrend fort, der nur kurzzeitig vom erfolgreichen Release von „Pokémon Pokopia“ abgefedert worden war. Im vergangenen Jahr ist der Nintendo-Kurs mittlerweile um über 48 Prozent abgestürzt.

Den Anlegern dürfte vor allem Nintendos Hardware-Ausblick Sorgen bereiten. Unter Druck durch Speicherkrise, Zölle und beeinträchtigte Lieferketten hat Nintendo eine Preiserhöhung der Switch 2 angekündigt. Die Europa-Preisempfehlung für die Handheld-Konsole soll demnach von 470 auf 500 Euro steigen, in den USA steigt der Preis sogar um 50 US-Dollar auf 500 US-Dollar. Im japanischen Heimatmarkt hebt Nintendo auch die Preisempfehlung für die erste Switch-Generation an.

Videos by heise

Auch Microsoft und Sony haben die Preise bei ihren Konsolen längst erhöht. Doch Nintendo könnte die Preiserhöhung besonders schaden, berichtet Reuters: Ein wichtiger Teil von Nintendos Zielgruppe seien auch Gelegenheitsspieler, die zu den aktuell aufgerufenen Preisen vom Kauf einer Switch 2 absehen könnten.

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Nintendo nur noch 16,5 Millionen verkaufte Switch-2-Konsolen – ein Rückgang von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als noch 19,9 Millionen Exemplare verkauft wurden.

Im abgelaufenen Quartal bis März 2026 hat Nintendo nur 2,49 Millionen Switch 2 verkauft. Das Unternehmen bewertet die Marktdurchdringung der vor knapp einem Jahr veröffentlichten Konsole in seinem Geschäftsbericht insgesamt als „solide“. Entgangene Einnahmen durch Hardware-Verkäufe will Nintendo nun mit stärkeren Software-Sales kompensieren. Bislang hat Nintendo aber keine großen Veröffentlichungen in seinen wichtigsten Marken wie „Mario“ und „Zelda“ in Aussicht gestellt.

(dahe)