Bericht: De-Mail verzögert sich um Monate

Weil sich die Verabschiedung des "Gesetzes zur Regelung von De-Mail-Diensten" offenbar noch hinzieht, planen die beteiligten Unternehmen Deutsche Telekom und United Internet erst einen Start für März – die Deutsche Post wird die Verzögerung mit Interesse zur Kenntnis nehmen.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der Start von De-Mail-Diensten, die einen rechtssicheren E-Mail-Verkehr gewährleisten sollen, verzögert sich, da sich die Verabschiedung des dafür notwendigen Gesetzes offenbar noch hinzieht. Nach Informationen der Tageszeitung Die Welt (Freitagsausgabe) geht die interne Planung des Bundesinnenministeriums von einem abschließenden Durchgang im Bundesrat erst am 11. Februar aus. Die beteiligten Unternehmen Deutsche Telekom und United Internet planten daher einen Start erst im März.

Ein Sprecher der zu United Internet gehörenden 1&1 Internet AG bedauerte die Verzögerung. "Wir hätten uns schon gewünscht, im Januar loslegen zu können. Jetzt müssen wir quasi nochmals eine Warteschleife ziehen", sagte er der dpa am Donnerstag. Das Unternehmen werde jetzt alle Interessenten informieren." Gleichzeitig wollen wir die Kunden auch ermuntern, sich jetzt schon registrieren zu lassen und einen Namen zu sichern."

Allerdings werde auch der neue Zeitplan innerhalb der Unternehmen als sehr ambitioniert bezeichnet, schrieb die Zeitung. Sollte der Bundesrat größere Änderungswünsche haben, sei auch ein deutlich späterer Start möglich, verlaute aus dem Umfeld der Unternehmen. United Internet und die Telekom haben bereits mit der Registrierung von Adressen begonnen und 850.000 davon vergeben. Preise wollen die beteiligten Unternehmen jedoch erst nennen, wenn das Gesetz endgültig verabschiedet ist.

Die Deutsche Post dürfte die Verzögerung mit Interesse zur Kenntnis nehmen, schließlich setzt sie auf ein eigenes Konkurrenz-Angebot: Für epost.de hat das Unternehmen seit Mitte Juli eigenen Angaben zufolge bereits eine Million Kunden gewinnen können. Auch hätten sich bereits mehr als 100 große deutsche Unternehmen und Behörden für die Nutzung des E-Postbriefs entschieden. Ein E-Postbrief kostet wie ein Standardbrief 55 Cent. (pmz)