Software Testing: Was Bakterien besser machen als dein Scrum-Team

Die Softwareentwicklung kann sich von Strategien aus der Natur einiges abschauen, wie Anna Melbinger im Gespräch erläutert.

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Software Testing: Was Bakterien besser machen als dein Scrum-Team

(Bild: Richard Seidl)

Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Richard Seidl
  • Anna Melbinger

Was können wir von Bakterien und Motten lernen, um besser mit Unsicherheit umzugehen? Mit Anna Melbinger spricht Richard Seidl darüber, wie Strategien aus der Natur auf Softwareprojekte und Projektmanagement übertragbar sind. Anna Melbinger bringt einen ungewöhnlichen Hintergrund mit: Jahre in der Wissenschaft, Physik studiert, biologische Fragestellungen mit Mathematik bearbeitet und heute im IT-Projektgeschäft. Die beiden reden darüber, warum Stillstand keine Robustheit erzeugt, warum Bug-Trends oft aussagekräftiger sind als einzelne Bugs und wann es sich lohnt, bewusst einen Schritt zu tun, der nicht direkt zum Ziel führt, nur um Wissen zu gewinnen. Am Ende landet das Gespräch bei Karl Popper und der Frage, ob das aktive Suchen nach Widerlegung eigentlich die ehrlichste Methode ist, mit komplexen Entscheidungen umzugehen.

Richard Seidl
Richard Seidl

Richard Seidl ist Berater, Speaker und Podcast-Host. Für ihn ist klar: Wer heute exzellente Software kreieren möchte, denkt den Entwicklungsprozess ganzheitlich: Menschen, Kontext, Methoden und Tools. Er hat seine Erfahrungen in acht Fachbüchern veröffentlicht, betreibt erfolgreich zwei Community-Podcasts und ist Beirat der heise-Konferenz betterCode() Testing.

„Manchmal lohnt es sich, bewusst innezuhalten. Schritte zu tun, nur um Wissen zu generieren.“ – Anna Melbinger

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Bevor Anna Melbinger in die IT wechselte, forschte sie viele Jahre als biologische Physikerin an komplexen Systemen – unter anderem an der LMU München, am Institut Pasteur in Paris und an der UC San Diego. Dort beschäftigte sie sich mit der Frage, wie biologische Systeme unter Unsicherheit funktionieren, Entscheidungen treffen und robust bleiben. Heute arbeitet sie seit über zehn Jahren im IT-Projektmanagement und begleitet anspruchsvolle Digitalisierungs- und Transformationsprojekte. Immer wieder erkennt sie dabei überraschende Parallelen zwischen Projektarbeit und biologischen Mechanismen. In ihren Vorträgen verbindet sie wissenschaftliche Tiefe mit praktischer Erfahrung – und zeigt, warum Orientierung, Anpassung und Robustheit oft wichtiger sind als perfekte Planung.

Dieses Format fokussiert sich auf Softwarequalität: Ob Testautomatisierung, Qualität in agilen Projekten, Testdaten oder Testteams – Richard Seidl und seine Gäste betrachten die Dinge, welche die Qualität in der Softwareentwicklung steigern.

Die aktuelle Episode ist auch auf Richard Seidls Blog verfĂĽgbar.

(mai)