Software Testing: Warum vollständige Coverage keine Fehlerfreiheit garantiert
Garantierte Fehlerfreiheit in Softwaretests gibt es nicht – auch nicht bei 100-prozentiger Coverage, wie Roger Butenuth im Interview ausführt.
(Bild: Richard Seidl)
- Richard Seidl
- Roger Butenuth
100 Prozent Branch Coverage als persönliche Challenge: Richard Seidl spricht mit Roger Butenuth darüber, was passiert, wenn man dieses Ziel konsequent verfolgt und dabei peinliche Fehler aufdeckt, die man längst für unmöglich gehalten hatte. Butenuth berichtet von einer Sicherheitslücke in der Authentifizierung, die er erst durch den dritten Branch eines einfachen IF-Ausdrucks entdeckte, und von einem Listenfehler, der selbst die 100 Prozent unbeschadet überstand. Die beiden beleuchten, wie das Streben nach vollständiger Abdeckung den Code durch Dependency Injection und konsequentes Don’t-Repeat-Yourself tatsächlich verbessert, und warum trotzdem gilt: Garantierte Fehlerfreiheit gibt es nicht. Auch die Frage, ob eine Coverage-Metrik als Vorgabe überhaupt etwas bringt oder nur zum Betrügen einlädt, lässt Butenuth nicht offen.
„Man macht Fehler an Stellen, wo man denkt, nein, das ist zu trivial, da ist kein Fehler.“ – Roger Butenuth
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Dr. Roger Butenuth arbeitet seit 2012 bei der codecentric AG mit den Schwerpunkten Integration und Architektur. Weiterhin interessieren ihn Themen rund um Performance und Parallelität.
Softwarequalität im Gespräch
Dieses Format fokussiert sich auf Softwarequalität: Ob Testautomatisierung, Qualität in agilen Projekten, Testdaten oder Testteams – Richard Seidl und seine Gäste betrachten die Dinge, welche die Qualität in der Softwareentwicklung steigern.
Die aktuelle Episode ist auch auf Richard Seidls Blog verfĂĽgbar.
(mai)